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Kreditkarten bei Stiftung Warentest: Hier werden Kunden abgezockt

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Bei vielen Kreditkarten-Anbietern lauern versteckte  Kosten.

Sind Kreditkarten wirklich kostenlos, wie es viele Anbieter versprechen? Oder lauern versteckte Kosten? Stiftung Warentest hat 23 unter die Lupe genommen - und fiese Fallen aufgedeckt.

Kreditkarten nutzen die meisten Deutschen vor allem im Urlaub, etwa um einen Mietwagen oder Flüge zu buchen oder Geld abzuheben. Gebühren kommen dabei gar nicht gut an - das wissen auch die Kreditkarten-Anbieter und werben oft mit kostenlosen Kreditkarten. Doch wirklich gratis sind die wenigsten, wie Stiftung Warentest enthüllt.

Kreditkarten-Vergleich bei Stiftung Warentest: Versteckte Kosten dank Teilzahlung

Bereits im November 2017 checkte das renommierte Testmagazin 23 Kreditkarten. Dabei entpuppten sich vor allem Kreditkarten mit Teilzahlung als Kostenfalle. Bei diesem Trick - auch "Revolving Credit" genannt - buchen die Anbieter bei großen Beträgen nur Teilbeträge ab. Auf die übrigen Beträge werden Zinsen fällig, und das nicht zu knapp: Bis zu 23 Prozent über das Jahr. Das perfide: "Revolving Credit" ist bei den meisten Anbietern im Antrag voreingestellt. Viele Kunden wissen davon gar nichts - und tappen in die Kostenfalle.

Generell offenbaren sich im Test die Kreditkarten der Hausbanken als teurer Spaß. So kosten die Karten bei Sparkassen und Volksbanken 20 bis 30 Euro im Jahr. Auch am Geldautomaten langen die meisten Banken ordentlich zu: Fürs Geld-Abheben im Ausland werden meist zwei bis drei Prozent des Geldbetrags fällig - mindestens jedoch ein Pauschalbetrag von oft fünf Euro. Außerhalb der Euroländer verlangen die Anbieter außerdem oft einen zusätzlichen Aufschlag von 1,75 Prozent - auch beim Bezahlen. (Welche Kreditkarten von Stiftung Warentest genau empfohlen werden, lesen Sie hier.)

Kreditkartenabrechnungen im Test: Zwei mit Note "mangelhaft"

Für die August-Ausgabe 2018 nahm sich Stiftung Warentest jetzt auch 23 Kreditkartenabrechnungen seiner Leser zur Brust. Die Abrechnungen sollen eigentlich auf einen Blick zeigen, welche Abbuchungen vorgenommen wurden und welche Gebühren fällig werden. Fallen hier Fehler oder gar Betrug auf, können Kartennutzer die falschen Buchungen reklamieren. Doch der Test zeigt, dass das gar nicht so leicht ist: Viele Abrechnung sind nämlich nicht transparent, sondern ziemlich verwirrend

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Bei vielen Abrechnungen in Fremdwährungen "kommt es zu Brüchen in der Rechenlogik und es fehlen der Umrechnungs­kurs oder die Höhe der Gebühr", so die Tester. Die Abrechungen der Targobank und Consorsbank fallen mit der Note "mangelhaft (4,7)" glatt durch. Zu rätselhaft seien die Abrechnungen. Die Targobank versteckt so manche Kosten, während bei der Abrechnung der Consorsbank Zahlen verrutschen oder Vorgänge nicht nachvollziehbar sind.

Die einzige Kreditkarenabrechnung, welche laut Stiftung Warentest die Note "gut (2,2)" verdient hat, ist die Visa-Karte der DKB. Sie überzeugte die Tester mit Vollständigkeit und logischem Aufbau.

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Von Andrea Stettner

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