Gründer gestehen Fehler ein

"Die Höhle der Löwen": "Stickerstars"-Idee scheitert - Grund ist ärgerlich

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Die drei Jungs von "Stickerstars" wollen regionale Vereine fördern - und deren Spieler bekannter machen.

In der dritten Folge "Die Höhle der Löwen" geht es wieder um Deals und riesige Summen. Auch ein Franke ist mit dabei - doch er scheiterte mit seiner Idee.

Update vom 17. September 2019, 21.05 Uhr: "Richtig Bock auf den nächsten Wachstumsschritt", so beschrieben die Gründer von "Stickerstars" ihre Gefühlslage, bevor sie die Höhle der Löwen betraten. Waren die Löwen anfangs noch skeptisch und fragten sich, was an der Idee das Neue wäre, wurden sie schnell selbst direkt in das Sticker-Fieber hineingezogen. 

"Stickerstars" will ganz normale Vereine mit ihren eigenen Sammelalben ausstatten. Vom C-Klassenclub bis zur Freiwilligen Feuerwehr. "Es ist etwas für die kleinen und die großen Kinder", sagten die Gründer und brachten ihren Plan auch gleich auf den Punkt. "Unser eigenes Sammelablum ist fast voll", richteten sie sich an die Löwen. "Aber uns fehlt noch ein Sticker: der Investoren-Sticker."

"Höhle der Löwen": "Bei uns wird jeder zum Star"

"Bei uns wird jeder zum Star", fuhren sie fort. Das Stickeralbum sei für Vereine komplett kostenlos. Der lokale Supermarkt trage alle Kosten und die Jungunternehmer planen, mit ihrer Idee alle Sportvereine - also 90.000 - in Deutschland erreichen. Die Gründer der "Stickerstars" wollten 800.000 Euro für zehn Prozent der Unternehmensanteile. Um das Produkt den Löwen noch besser zu veranschaulichen, hatten sie ein "Höhle der Löwen"-Sammelalbum entworfen und die passenden Sticker mitgebracht. 

"Das ist das Schöne daran - dieses Tütchen aufzureißen", freute sich Carsten Maschmeyer und alle fünf Löwen schienen begeistert das Heft mit den passenden Stickern zu füllen. "Jungs, ihr habt es ja gerade erlebt. Die Welt der Sammelalben finde ich genial. Also eine super Idee", urteilte Nils Glagau. "Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?", fragte er. 

„Höhle der Löwen“: "Stickerstars" scheitern an Bewertung

"Der lokale Supermarkt zahlt die Grundgebühr von 4.000 Euro. Auch die Einnahmen der gekauften Sticker gehen zu 100 Prozent an uns. Bislang haben wir 500 Sportvereine damit erreicht und einen Umsatz von 5,9 Millionen erzielt", zählten die Gründer auf und angesichts der Begeisterung zu Beginn hätte man denken können, dass ein Löwe in die Geschäftsidee einsteigen würde. Doch es hagelte eine Absage nach der anderen.

"Ich hätte Lust da mitzumachen - aber das ist unmöglich für diese Bewertung. Da fühle ich mich über den Tisch gezogen. Eure Bewertung ist nicht akzeptabel. Daher bin ich raus", machte Dr. Georg Kofler den Anfang. "Ich finde ihr gehört zu den Top-Gründern“, begann Glagau. "Ich würde mich einbringen, aber dafür zahle ich einen sehr hohen Firmenwert. Die Bewertung ist für mich nicht ausreichend."

Die Gründer versuchten noch ein Gegenargument zu bringen. Denn bislang hatten sie kein Marketing für ihre Idee betrieben. Doch auch damit konnten sie die restlichen Investoren nicht überzeugen und mussten ohne Erfolg die "Höhle der Löwen" wieder verlassen. "Wir sind ein bisschen an der hohen Bewertung gescheitert", resümierten die Gründer anschließend selbst. "Wir glauben dennoch daran und sind ganz sicher, dass der nächste Schritt kommen wird - auch ohne die Löwen."

Unsere Erstmeldung: "Die Höhle der Löwen": Ein Franke will seinen Fußballverein pushen - mit dieser genialen Idee

Heute Abend, den 17. September 2019, geht es in der "Höhle der Löwen" wieder rund: Dann geht die Kult-Gründershow bereits in die dritte Runde. Während in der letzten Folge ein Gründer-Team mit seinen nachhaltigen Kaffeekapseln aus Holz den ersten Millionen-Deal absahnte, müssen sich nun wieder neue Jungunternehmer der Jury beweisen.

"Die Höhle der Löwen": Franke will mit "Stickerstars" Fußballfans und Investoren begeistern

Darunter auch Michael Janek aus dem unterfränkischen Aidhausen. Der Gründer will ebenfalls die Gunst von Maschmeyer, Dümmel & Co. in "Die Höhle der Löwen" mit seinen "Stickerstars" erringen. Janek ist passionierter Fußballfan und Sticker-Sammler. Schon zur Fußball-EM im Jahr 1992 hatte er sein erstes Sticker-Album vollgeklebt. 20 Jahre später haben er und seine Kollegen Fabian Bönsch aus Hannover und Mirko Lauterbach aus Bamberg ein eigenes Sticker-Album herausgebracht.

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Dieses soll einfachen Fußball-Vereinen dabei helfen, ihre Mitglieder vorzustellen und einer breiten Masse mit einem eigenen Sammelalbum zugänglich zu machen. Dabei war der TSV Aidhausen der erste Amateurverein, der mit einem Album des Startups ausgestattet wurde. "Uns geht es vor allem darum, einer Gemeinschaft ein Gesicht zu geben", erklärt Janek gegenüber dem Newsportal Nordbayern.de.

Regionale Vereine fördern - das ist das Ziel von "Stickerstars"

Doch nicht nur Fußball-, sondern auch Karnevalsvereine und Freiwillige Feuerwehren sollen bereits bei "Stickerstars" Sammelalben bestellt haben, heißt es weiter. Insgesamt arbeitet das Startup im deutschsprachigen Raum bereits mit über 600 Vereinen zusammen! Ob das die "Löwen" um Maschmeyer beeindrucken wird? Schließlich wollen Janek und seine Kollegen 800.000 Euro von den Investoren - im Gegenzug würden sie zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Es wird also spannend!

Auch ein Start-Up aus Mannheim will die Jury überzeugen. BitterLiebe heißt die Geschäftsidee. Nicht sehr überzeugend war dagegen ein junger Gründer aus Bremen: Wie nordbuzz.de* berichtet, floppte der Startup-Gründer gleich mehrmals bei "Die Höhle der Löwen".

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jp

Das waren die erfolgreichsten (Millionen-)Deals aus allen Staffeln von "Die Höhle der Löwen"

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