Alles nur fake?

Experte über "Bares für Rares": "Wir bekommen vorab Infos"

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"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek (v.l.) kommt gut mit seinen Kollegen klar - doch wie lange noch?

"Bares für Rares" ist ein ZDF-Quotenschlager. Millionen Fans fiebern mit den Verkäufern vor den Bildschirmen mit. Nun packt ein Experte aus, wie es wirklich hinter den Kulissen abläuft.

Sie ist eine der beliebtesten Sendungen im deutschen Fernsehen, unzählige Deutsche verfolgen tagtäglich vor dem Fernseher mit, welche längst vergessenen Schätze von deutschen Speichern wieder hervorgezaubert werden. Neben dem sympathischen Moderator Horst Lichter und den kecken Sprüchen der Händler begeistern vor allem die Kunstexperten mit ihrem umfangreichen Wissen.

"Bares für Rares" auf ZDF: Experte plaudert aus dem Nähkästchen - Infos vorab?

Einer davon ist Sven Deutschmanek. Er ist seit der zweiten Staffel mit von der Partie und fester Bestandteil der ZDF-Trödelsendung. Jetzt verrät der 42-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau, ob wirklich alles echt an der Show ist und die Experten wirklich so schlau sind.

"Wir bekommen vorab Infos zu den Objekten", gibt Deutschmanek zu. Allerdings soll es sich dabei nur um ein paar Bilder und Zeilen handeln, erklärt er weiter. Kunsthistoriker würden zuvor eine Auswahl treffen, welcher Trödel wertvoll sein könnte.

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Dennoch hätten die Vorab-Infos keinerlei Auswirkung auf seine Preis-Schätzung in der Show, versichert der Experte. "Man kann ein Objekt über Fotos überhaupt nicht bewerten, ich muss es in der Hand haben." Für die Expertise vor laufender Kamera greife er hingegen vielmehr auf seine jahrelange Erfahrung zurück. Zudem habe er aber auch die Möglichkeit, den Trödel vor dem Auftritt zu sehen, räumt der Experte ein. "Aber der Erstkontakt mit den Verkäufern passiert wirklich immer erst am Tisch", so der gelernte Kfz-Mechaniker.

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Experte verrät: So versteht er sich mit den anderen Experten - und den Händlern

Zu den anderen Experten habe er allerdings ein gutes Verhältnis, betont Deutschmanek. "Wir verbringen aktuell einfach sehr viel Lebenszeit miteinander und das funktioniert auch." Zu den Händlern habe er dagegen allerdings kaum Kontakt, verrät der Uhrenliebhaber weiter. Und dafür gibt es schließlich auch einen sehr guten Grund: "Die Experten sind abgeschottet von den Händlern. Wir sind in unterschiedlichen Hotels untergebracht während der Dreharbeiten, damit es nicht zu irgendwelchen Absprachen kommen kann."

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jp

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