ARD-Kriminalreport

4,4 Millionen Deutsche bereits abgezockt - sie fallen alle auf einen Trick herein

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Fake-Shops sind nicht immer leicht zu erkennen - doch es gibt ein paar Anzeichen, die Sie beachten sollten.

Eine ARD-Doku enthüllt nun, wie Fake-Shops das Internet in ganz Deutschland überschwemmen und Millionen Kunden um ihr Geld prellen. Wie Sie sich wehren können, hier.

Ein angebliches Impressum, eine deutsche Domain und diverse Zahlungsmöglichkeiten, um den Shop beim Kunden glaubwürdiger zu machen – so sehen oftmals sogenannte "Fake-Shops" aus. Diese bieten online auf ihrer Webseite angeblich Produkte wie Sportschuhe, Klamotten, Küchengeräte und sogar Fahrräder an – aber nach der Bezahlung erhalten viele geprellte Kunden dann keine Ware.

ARD-Kriminalreport enthüllt: Online-Fake-Shops prellen Millionen Kunden - Polizei ist machtlos

Der Trick dabei: Oftmals ist ein Kauf in diesen Shops nur per Vorkasse möglich. 4,4 Millionen Menschen sollen allein in Deutschland bereits auf die neue Betrugsmasche aus dem Internet hereingefallen sein – und es werden immer mehr.

Wie der ARD-Kriminalreport am gestrigen Abend (27. August) nun enthüllt, soll sich diese Art von Abzocke massiv im Netz ausbreiten – so wurden bereits eine Million solcher Fake-Shops hierzulande von der Verbraucherzentrale identifiziert. Die Polizei scheint allerdings machtlos, wie Fabian Hermann vom Polizeipräsidium Offenburg erklärt. Dort wurde extra eine Spezialeinheit namens "Cyber Crime" eingerichtet, um den Machenschaften der Internet-Betrüger auf die Schliche zu kommen.

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Doch das ist schwerer als gedacht: Die Ermittler könnten über die Bankverbindungen nicht an die Täter herangelangen, so Hermann, da diese oftmals mit falschen Personalien deutsche Konten eröffnen und diese auf den Webseiten angeben würden. Sobald diese das Geld erhalten, wechseln sie es oftmals sofort in Kryptowährungen wie Bitcoin um. Daher sei es für die Polizei fast unmöglich, diese aufzuspüren und dingfest zu machen, schließt der Beamte.

Verbraucherzentrale klärt auf: So erkennen Sie Fake-Shops

Daher ist Vorsicht beim Online-Shopping auch das Gebot der Stunde – denn nur so können Sie vermeiden, in die Falle der Betrüger zu tappen. Kirsti Dautzenberg von der Verbraucherzentrale Brandenburg empfiehlt daher, auf die drei folgenden Anzeichen zu achten, um Fake-Shops zu enttarnen:

  • fehlendes Impressum
  • nur Vorkasse möglich
  • schlechte, optische Aufmachung der Webseite

Allerdings gibt auch sie zu, dass es immer schwieriger wird, Abzocker zu entlarven, da diese immer professioneller werden und dementsprechend auch ihre Shops immer besser und hochwertiger gestalten.

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jp

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