Einstieg in den Börsenhandel

Xetra und Frankfurter Börse: Wo Sie mit Aktien handeln können

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Xetra und Frankfurter Börse – der Unterschied liegt darin, wer dort handelt.

Sie möchten über die Deutsche Börse AG handeln? Dann haben Sie die Wahl zwischen Xetra und der Frankfurter Börse. Lesen Sie, was die beiden Handelsplattformen unterscheidet.

Seit es auf dem Sparbuch kaum mehr Zinsen gibt, steigen immer mehr Kleinanleger in den Börsenhandel ein. Doch da stellt sich auch schon die erste Frage: Wo sollten Sie handeln? Die beiden bekanntesten Optionen sind der Online-Handel über Xetra und der Handel an der Frankfurter Börse.

Wie auf der Einkaufsstraße geht es auch im Aktienhandel zu: Die gleichen Dinge kosten je nach Geschäft mal mehr, mal weniger. Und noch eine Faustregel lässt sich auf den Aktienhandel übertragen: Online gibt es die gleichen Artikel meist günstiger. Denn wer seine Ware ausschließlich online verkauft, spart Geld für Personal und Ladenmiete.

Wo Sie Ihre Aktien kaufen oder verkaufen möchten, legen Sie bei jeder Transaktion erneut fest. Das gilt immer – egal, ob Sie Ihr Depot bei einem Online-Broker oder bei Ihrer Hausbank haben.

Online-Handel über Xetra – einfach erklärt

Xetra ist der wichtigste Online-Handelsplatz der Frankfurter Wertpapierbörse. Über 90 Prozent des täglichen Aktienhandels an deutschen Börsen werden über Xetra abgewickelt. Damit ist Xetra die größte elektronische Börse Deutschlands. Die Plattform löste 1997 das alte System IBIS ab. Sie gilt als transparent und sicher. Ihr Zentralrechner steht in Frankfurt am Main.

Die Vorteile beim Handel über Xetra:

  • Jede Person kann über Xetra handeln, nicht nur Spezialisten. Sie benötigen lediglich ein Depot bei einem Online-Broker.
  • Da die Maklercourtage wegfällt, profitieren Sie von geringeren Transaktionskosten.
  • In der Regel handeln Sie Standardwerte hier am günstigsten – etwa die Aktien großer, internationaler Unternehmen.
  • Durch die hohe Liquidität können Sie über Xetra besonders schnell ordern.

Handel an der Frankfurter Börse und anderen Regionalbörsen

Sie möchten nicht selbst handeln? Dann können Sie Ihr Geld auch zu einer der regionalen Börsen in Deutschland tragen und vertrauensvoll in die Hände von Wertpapierhändlern und Spezialisten legen.

An der Frankfurter Börse findet der Handel inzwischen ebenfalls über Xetra statt. Denn der klassische Parketthandel wurde am 20. Mai 2011 eingestellt. Um über die Frankfurter Börse zu handeln, wählen Sie bei Aktienkauf oder -verkauf „Frankfurt“ als Börsenplatz aus. Nun wird ein Spezialist für Sie die Order tätigen. Dafür wird eine Makler-Courtage fällig.

Das sind die Vorteile der Frankfurter Börse:

  • Die Frankfurter Börse bietet eine Qualitätsgarantie.
  • Sie hat länger geöffnet als die Handelsplattform Xetra.
  • Spezialisten vermeiden Teilausführungen, bei denen Handelsgebühren mehrfach anfallen könnten.

Die Frankfurter Börse ist die bedeutendste der deutschen Aktienbörsen, aber nicht die einzige: Insgesamt gibt es sieben regionale Börsen in Deutschland. An den kleineren Börsen wie Stuttgart, Berlin oder München bekommen Sie nur eine eingeschränkte Auswahl an Aktien – diese jedoch oft für einen guten Preis. Denn die Regionalbörsen werben mit einer Bester-Preis-Garantie um die schwindende Kundschaft. Die kleineren Regionalbörsen sind außerdem auf bestimmte Produkte spezialisiert, etwa auf Auslandsaktien oder Mittelstandsanleihen. Informieren Sie sich also genau, wenn Sie ein bestimmtes Finanzprodukt im Sinn haben.

Zu kompliziert? Am einfachsten machen Sie es sich, wenn Sie einen Online-Broker wählen, der die Option „Best Execution“ in der Order-Maske bietet. Dadurch wird Ihre Order automatisch an die Börse weitergeleitet, die die beste Ausführung gewährleistet.

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