Nicht nur für Jäger

Wildkameras im Test

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AllesBeste hat 15 Wildkameras getestet

Nicht nur bei Jägern, die die Pfade ihrer Beute nachvollziehen wollen, auch bei Privatleuten erfreuen sich Wildkameras immer größerer Beliebtheit. Denn so erfährt man, welche Tiere nachts durch den Garten oder den Dachboden schleichen oder den Gemüsegarten plündern.

Wildkameras sind kleine, getarnte Kameras, die mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sind und wahlweise Fotos oder Videos aufnehmen, wenn sich vor der Linse etwas bewegt. Um die Tiere nicht zu verschrecken leuchten sie das Bild mit unsichtbarem Infrarot-Licht aus. Die so aufgenommenen Nachtaufnahmen sind zwar nur schwarz-weiß, aber man kann immerhin etwas erkennen.

Zu beachten ist, dass die Kamera im Garten wirklich nur das eigene Grundstück filmen darf, keine Passanten oder öffentliche Flächen. Auch sollte man Besucher oder Handwerker vorsorglich darauf hinweisen, dass eine Kamera Bilder aufnimmt. Im Saarland muss man eine Wildkamera sogar beim Datenschutzzentrum anmelden.

Wenn die rechtlichen Hürden überwunden sind und die Kamera gut versteckt angebracht ist, steht der Tierbeobachtung nichts mehr im Wege. Wildkameras lösen wie gesagt durch einen Bewegungsmelder aus, die Sensibilität des Melders kann meist eingestellt werden. Vor allem bei den Nachtaufnahmen zeigen Wildkameras verschiedener Marken deutliche Unterschiede in der Bildqualität. Vor dem Kauf sollte man daher überlegen, zu welcher Tageszeit man die Kamera einsetzen möchte.

Praktisch ist ein Bildschirm an der Kamera, so lässt sich der Bildausschnitt überprüfen und natürlich können auch gleich Bilder und Videos angesehen werden, ohne die Speicherkarte herauszunehmen. Praktisch aber recht teuer sind Modelle mit LTE-Datenverbindung, da bekommt man Fotos oder Videos auf Wunsch direkt per Mail oder aufs Handy geschickt.

Natürlich sollte eine Wildkamera Wind und Wetter trotzen und gut verarbeitet sein. Hochwertigere Modelle kommen direkt mit SD-Karte und Akku bzw. Batterien. Das Wichtigste bei Wildkameras ist die Reaktionszeit. Sie sollte maximal eine Sekunde betragen, sonst ist das tierische Motiv schnell nicht mehr vor der Linse. Auch die Auflösung der Bilder spielt eine entscheidende Rolle.

Wildkameras im Test

Das Testportal AllesBeste hat 15 Wildkameras getestet. Die Kameras wurden in freier Wildbahn aufgestellt und von einem unermüdlichen Hund sowohl tagsüber als auch nachts dazu animiert, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Testsieger wurde die SECACAM Raptor. Sie kommt als Komplettpaket mit Batterien und SD-Karte und überzeugt mit guter Bildqualität zu einem angemessenen Preis. Die Kamera funktioniert mit unsichtbaren Black-LEDs und ist einfach zu bedienen, außerdem verfügt sie über Zeitraffer und Zeitschaltuhr.

Eine recht teure aber gut ausgestattete Alternative ist die Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition. Sie kann die Bilder direkt per Mail oder aufs Handy schicken und wird ebenfalls inklusive Batterien und SD-Karte geliefert.

Alles, was Sie über Wildkameras wissen müssen und welche weiteren Empfehlungen die Tester haben, lesen Sie im ausführlichen Testbericht von AllesBeste.

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