Autofahren in Europa

Verkehrsregeln im Ausland: Rasern drohen sogar Gefängnisstrafen

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In einigen europäischen Ländern drohen bei Verkehrsverstößen heftige Strafen.

Verkehrsregeln sind in den meisten Ländern ähnlich, doch in einigen europäischen Staaten werden Verstöße unerwartet hart bestraft. Sogar eine Gefängnisstrafe ist nicht ausgeschlossen.

  • Bei Reisen ins Ausland sollte man sich immer über vor Ort geltende Gepflogenheiten informieren.
  • Auch Verkehrsregeln können stark von der deutschen StVO* abweichen.
  • Wer sich nicht informiert, könnte bei einem Verkehrsvergehen von einer sehr harten Strafe überrascht werden.

In anderen Ländern gelten nicht nur andere Sitten, auch Verkehrsregeln können sich stark unterscheiden. Autofahrer sollten sich im Ausland nicht nur auf ein anderes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen, sondern im Vorfeld über die Regelungen und Strafen genau informieren. Denn bei Verstößen kann es sonst zu bösen Überraschungen kommen.

Autofahren in Europa: Rasern droht in der Schweiz sogar Gefängnis

Der ADAC hat eine Übersicht über Verkehrsregeln und Strafen in unseren europäischen Nachbarländern erstellt. Diese zeigt zum Beispiel auf, dass Raser in der Schweiz besonders hart bestraft werden. Wer das Tempo-Limit stark überschreitet, dem drohe demnach sogar eine Gefängnisstrafe. Allerdings wären davon wirklich nur die schlimmsten Bleifüße betroffen. Das Gefängnis drohe nämlich erst, wenn ein sogenannter „Rasertatbestand“ vorliegt. Das ist erst der Fall, wenn der Fahrer beispielsweise auf der Autobahn 80 km/h über dem Limit liegt oder in der 30er-Zone mit 70 km/h unterwegs ist. Dann müssten die Raser nicht nur mit dem Gefängnis rechnen, sondern auch das Auto könne eingezogen werden.

Doch auch nicht ganz so schnelle Chauffeure sollten ihr Tacho in der Schweiz im Auge behalten. Bei geringeren Geschwindigkeitsüberschreitungen drohen laut ADAC satte Bußgelder bis zu 10.000 Schweizer Franken (rund 9.300 Euro).

Lesen Sie auch: Bußgeld droht: Die meisten Autofahrer verhalten sich beim Grünpfeil an der Ampel falsch.

Weitere interessante Verkehrsregeln in europäischen Staaten

  • Italien: Wer Alkohol konsumiert hat, sollte sich weder in Deutschland noch in sonstigen Ländern hinters Lenkrad setzen. In Italien droht hierbei laut ADAC eine Geldstrafe bis 6.000 Euro und auch eine Haftstrafe, wer mit 1,5 Promille Auto fährt. Nicht nur das: Im schlimmsten Fall könne sogar das Fahrzeug versteigert werden, sofern Fahrer und Besitzer die selbe Person ist.
  • Österreich: Hierzulande ist wohl bei vielen Autofahrern der erste Reflex auch bereits nach einem kleineren Unfall der Griff zum Handy, um die Polizei zu verständigen. Doch in Österreich sollte das wirklich nur im Ernstfall geschehen. Denn in unserem südlichen Nachbarland werde eine „Blaulichtsteuer“ fällig, wenn dies eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Doch mit 36 Euro ist sie nicht allzu teuer.
  • Griechenland: Hier sorgen Halteverbotsschilder für Verwirrung bei Autofahrern. Diese sehen nicht nur aus, sie sind auch etwas anders geregelt. Demnach würden die Schilder mit zwei senkrechten Linien in der Mitte nur in geraden Monaten gelten und die mit nur einer senkrechten Linie in ungeraden Monaten.
  • Spanien: Wer in Spanien eine Strafe erhält und das Bußgeld schnell bezahlt, muss laut ADAC nur 50 Prozent davon bezahlen. Schnell heißt in diesem Falle innerhalb von 20 Tagen.
  • Frankreich: In Frankreich wird das schnelle Bezahlen von Bußgeldern zwar nicht belohnt, dafür aber ermöglicht: Dort sei es nämlich möglich, diese im Tabakladen zu bezahlen.
  • England: Eine besonders interessante Regelung gibt es auch in England: Kontrolleure dürfen laut ADAC nur in Uniform inklusive Hut Strafzettel aufschreiben. Allerdings müssen Autofahrer nachweisen können, falls das nicht der Fall war.

(ök) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes..

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