Untersuchung zu Straßenverkehr

Unfälle: Junge Menschen sterben oft am Wochenende

Berlin - Junge Menschen sind besonders häufig in Unfälle verwickelt - ihnen fehlt die Fahrerfahrung. Zu tödlichen Unglücken kommt es besonders oft am Wochenende.

Manche überschätzen auch ihr Können, sind nachts nach Kneipe oder Disco unterwegs, nicht selten ist bei Unglücken Alkohol im Spiel. Die 18- bis 24-Jährigen haben laut Statistischem Bundesamt das höchste Unfallrisiko von allen Verkehrsteilnehmern.

2012 verunglückten 72 130 Frauen und Männer dieser Altersgruppe, 611 kamen dabei ums Leben. Das entspricht 18,6 Prozent aller Verletzten und 17 Prozent aller Getöteten im Straßenverkehr. Auch wenn das Risiko nach wie vor hoch ist - die Zahlen sind in den vergangenen Jahren teils stark zurückgegangen.

In Autos verunglückten im Jahr 2012 fast 71 Prozent der jungen Erwachsenen, 37 412 als Fahrer und 13 677 als Mitfahrer. Von denen, die bei Unfällen starben, kamen 71,2 Prozent in einem Wagen ums Leben. Junge Männer hatten ein deutlich höheres Risiko als Frauen: Knapp drei Viertel der 18 bis 24 Jahre alten tödlich verunglückten Autoinsassen waren im vergangenen Jahr männlich.

Auffällig ist die Häufung von tödlichen Unfällen am Wochenende: vor allem freitags von 22.00 bis 24.00 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 0.00 und 6.00 Uhr. Zu diesen Zeiten kamen im vergangenen Jahr 17,8 Prozent der 611 getöteten 18- bis 24-Jährigen ums Leben - aber nur 5,8 Prozent in anderen Altersgruppen.

dpa

 

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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