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Sprit in den meisten deutschen Nachbarländern teurer

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Spritpreise
Benzin und Diesel sind in den meisten direkten EU-Nachbarstaaten mindestens genauso teuer wie in Deutschland. © Daniel Reinhardt/dpa

Angesichts der hohen Spritpreise in Deutschland, kommt so mancher Autofahrer auf die Idee, zum Tanken in ein Nachbarland zu fahren. Aber lohnt sich das? Dem Statistische Bundesamt liegen aktuelle Zahlen vor.

Wiesbaden - Benzin und Diesel waren an deutschen Tankstellen zuletzt günstiger oder ähnlich teuer wie in den meisten direkten EU-Nachbarstaaten. Autofahrer in Deutschland zahlten am 20. Juni im Tagesdurchschnitt 1,97 Euro für einen Liter Super E5 sowie 2,06 Euro je Liter Diesel, teilte das Statistische Bundesamt nun in Wiesbaden mit.

Im Vergleich mit Deutschlands direkten Nachbarn war Superbenzin der Sorte E5 (beziehungsweise Eurosuper 95) an diesem Tag nur in Polen (1,70 Euro), Tschechien (1,93 Euro) und Luxemburg (1,94 Euro) niedriger. Auch Diesel war in Polen (1,69 Euro), Tschechien (1,93 Euro) und Luxemburg (2,00 Euro) billiger als in Deutschland.

Grund für die zuletzt verhältnismäßig moderaten Sprit-Preise in Deutschland dürfte die vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe zum 1. Juni sein, erklärten die Statistiker. Noch am 30. Mai war Superbenzin in den EU-Nachbarstaaten nur in Dänemark und den Niederlanden teurer als in Deutschland, Diesel nur in Dänemark, so die Behörde. Bei der Steuersenkung auf Kraftstoffe geht es inklusive Mehrwertsteuer um 35,2 Cent bei Superbenzin und 16,7 Cent bei Diesel. Nicht alles davon kam aber bei den Verbrauchern an.

Die Preise für Benzin an Tankstellen waren im Juni niedriger als vor Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, so die Statistiker: Am 31. Mai hatte E5 noch 2,21 Euro pro Liter gekostet. Diesel war dagegen etwas teurer als am 31. Mai. Damals kostete ein Liter 2,04 Euro.

Die Statistiker stützen sich bei den Angaben auf Zahlen der Europäischen Kommission und der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt. dpa

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