WLTP-Messverfahren

Neuwagenkauf: Autoverkäufer geben noch alte Verbrauchswerte an

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Wer einen Neuwagen kauft, sollte beim Händler auch nach WLTP-Werten fragen. (Symbolbild)

Seit September 2018 werden Neuwagen nach dem WLTP-Prüfverfahren zugelassen und besteuert. Beim Verkauf werden aber immer noch Verbrauchswerte nach alter Methode angegeben.

Weltweit gilt seit 1. September 2018 für Neuwagen ein neues Prüfverfahren. Mit WLTP sollen realitätsnähere Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte ermittelt werden, als es beim NEFZ-Verfahren bislang der Fall war. Problem: Autohändler müssen die meist höheren WLTP-Messwerte noch nicht auszeichnen.

Neue Messmethode führt zu höherer Kfz-Steuer

Noch bis mindestens Anfang April 2019 können Neuwagen mit den vermeintlich besseren NEFZ-Werten beworben werden, mahnt der Auto Club Europa (ACE). Demnach fließen die neuen WLTP-Werte aber in die Berechnung der Kfz-Steuer für Neuwagen bereits ein. Infolge eines oft höheren CO2-Wertes steigt damit die Kfz-Steuer.

Durch die Umstellung auf WLTP ist auch die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) in Deutschland betroffen. Diese regelt die Verbraucherinformationen zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen neuer Autos. Die Überarbeitung müsse laut ACE aber erst noch geprüft werden und dies könne sich noch bis zum Ende des ersten Quartals 2019 ziehen.

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WLTP-Werte bislang nicht verpflichtend für Händler

Bis dahin müssen für die Kundeninformation gemäß Pkw-EnVKV die "alten", zumeist niedrigeren NEFZ-Werte seitens Hersteller und Händler verwendet werden. Dies betrifft unter anderem das Pkw-Label, Aushänge sowie Werbung – ob gedruckt oder online.

Die neuen WLTP-Werte können allerdings auf freiwilliger Basis parallel angegeben werden. Erst mit dem Inkrafttreten der überarbeiteten Pkw-EnVKV werden die Verbrauchswerte nach WLTP verpflichtend für die Verbraucherkommunikation.

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anb

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