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Dacia Duster: So viel Qualität bietet der beliebte SUV für rund 20.000 Euro

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Von: Rudolf Bögel

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Dacia Duster orange Front
Beliebt wie kein zweites SUV. Der Dacia Duster führt in Europa die Verkaufshitliste an. © Dacia

Der Dacia Duster ist der meistverkaufte SUV Europas und mit rund 20.000 Euro in der Anschaffung auch noch günstig. Was macht den Charme des Dusters aus?

„Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen.“ Mit diesem kultigen Werbespruch hat sich der Dacia Duster in die Ohren der Radiohörer und in die Herzen der Käufer gespielt. Seit 2010 ist die französisch-rumänische Koproduktion auf dem Markt und seit 2018 auch das meistverkauften SUV Europas. Über zwei Millionen Exemplare wurden von dem sportlichen Nutzfahrzeug schon unter die Käufer gebracht. Sogar Papst Franziskus lässt sich mit einem Duster-Papamobil durch Rom kutschieren.

Dacia Duster orange
Das Ypsilon findet sich auch in den Heckleuchten. Es ist das durchgehende Designmerkmal des Dacia Dusters. © Dacia

Das Ypsilon als Designmerkmal

Verwegen und kühn sieht der neue Duster ja schon aus. Seit September 2021 ist das Facelift der zweiten Generation verfügbar und ist optisch sogar noch markanter geworden. Die liegenden Y-Signaturen als Tagfahrlicht in den Frontschweinwerfern und als Skulpturen in den Heckleuchten geben dem Auto optisch noch mehr Breite. Das charakteristische Designmerkmal findet sich sogar im Kühlergrill wieder. Auch innen hat die Renault-Tochter aufgerüstet. Die vielleicht wichtigste Neuerung sind die schmaleren Kopfstützen, welche die Sicht beim Rangieren nach hinten erleichtern. Neu ist eine Mittelkonsole mit einer in der Länge verschiebbaren Armlehne. Darunter finden sich ein zusätzliches Staufach und zwei USB-Schnittstellen. Weitere ausführliche Fahrberichte finden Sie zudem hier.

Dacia Duster Bordcomputer
Grafisch schlicht, aber einfach in der Bedienung ist der Bordcomputer des Dusters. Wer will, kann auch Sprachbedienung ordern. © Dacia

Der Bordcomputer: Grafisch schlicht, aber effektiv

Apropos digitales Leben. Der Bordcomputer hat ein 3,5 Zoll großes TFT-Display, das Infotainment-System wartet mit 8 Zoll auf. Das sind jetzt alles keine rekordverdächtigen Bildschirmgrößen, aber in der Praxis völlig ausreichend. Auch die Menüführung ist grafisch schlicht, aber dafür einfach und effektiv. Für Spielereien hat man ja noch AppleCarPlay und AndroidAuto, beides lässt sich problemlos verbinden. DAB+-Radio und sogar eine Sprachsteuerung sind auf Wunsch mit an Bord. Die getestete Allrad-Variante bietet spezifische Geländeinformationen auf dem Monitor wie Seitenneigung, Höhenmesser und Kompass.

Dacia Duster Armaturenbrett
Wirkt hochwertiger als es eigentlich ist. Das Hartplastik am Armaturenbrett ist nicht unbedingt schön, aber praktisch. © Dacia

Das ist ja wie in einem richtigen Auto!

Lange mussten sich die Dacias als qualitativ minderwertiger Billigheimer verspotten lassen. In diesem Duster sind die Zeiten definitiv vorbei. Natürlich gewinnt man mit dem Innenraumplastik nicht unbedingt einen Schönheitspreis, aber dafür ist die wuchtige Armaturenbrettverkleidung abwaschbar und weist keine Designecken- und Kanten auf, die nur schwer zu reinigen sind. Wer Kinder hat, weiß wie wichtig das ist. Auch sonst ist der Dacia Duster ein praktisches Auto. Hier hat man vorne wie hinten ordentlich Platz. Der Kofferraum ist so, wie er sein muss. Eben ohne störende hohe Ladekante und packt mit 411 Litern auch ordentlich was weg. Wer es darauf anlegt, der kriegt bei umgeklappter Rücksitzbank sogar bis zu 1614 Liter unter. Mit knapp einem Meter Einladebreite und einer maximalen Ladelänge von 1,79 Metern eignet sich der Duster sogar als Kleintransporter für Handwerker.

Knapp acht Liter Verbrauch – lag es am Handschalter?

Aber auch für passionierte Freizeitsportler und Outdoor-Freaks ist der Duster 4WD die richtige Wahl. Mit dem Allradantrieb kommt man überall hin. Seine Kraft bringt der Turbo-Benziner über einen Sechsgang-Handschalter an die Antriebsachsen. Es ist schon ein ungewöhnliches Gefühl, wenn man wieder mal selbst die Gänge einlegen muss. Macht aber auch Spaß. Schade, dass Handschalter gerade am Aussterben sind. Der Vierzylinder-Benziner ist nur vom Hubraum her ein wenig schmalbrüstig, die zur Verfügung stehenden 150 PS galoppieren aber lebendig los. Ab 1.700 Umdrehungen pro Minute schlägt das Drehmoment von 250 Newtonmetern (Nm) ordentlich zu, so dass auch einer dynamischen Fahrweise nichts im Wege steht. Aber ehrlicherweise fährt man so einen Duster eher gemütlich und entspannt. Dazu passt ja auch das weiche Fahrwerk. Im Testverbrauch genehmigte sich der Duster knapp acht Liter. Aber vielleicht haben wir das rechtzeitige Schalten aufgrund mangelnder Übung verlernt.

Dacia Duster orange
Mit Allradantrieb und Handschalter kommt der große Benziner daher. Er bringt 150 PS mit. © Dacia

Dacia Duster: Unser Fazit zum Statussymbol, das keines sein will

Heiß ist auch der Preis des Dusters: 21.390 Euro kostet das Auto in der Ausstattung „Prestige“. Und die ist nicht nur ziemlich prestigeträchtig, sondern vor allem recht üppig. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was da schon alles dabei ist: Rückfahrkamera, Navi, Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Totwinkel-Warner, Klima-Automatik, Einparkhilfe und und und … Sogar die Dachreling ist schon mit dabei. Wer jetzt noch 1.700 Euro übrig hat, der rüstet den Duster sogar noch mit Metallic-Lackierung, Sitzheizung und Multiview-Kamera auf. Kurzum: Der Duster sieht gut aus, ist praktisch, hat alles was man braucht – und ist auch noch erschwinglich. Mehr SUV braucht man nicht – und das macht dann auch den großen Erfolg des Autos aus. Auf welche Autos Sie sich in diesem Jahr noch freuen dürfen, erfahren Sie zudem hier.

Technische Daten Dacia Duster TCe 150 4WD Prestige

Rudolf Bögel

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