1. Hersfelder Zeitung
  2. Lokales
  3. Schenklengsfeld-Friedewald

Ein Stück vom Kuchen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

„Glück auf, der Steiger kommt“: Traditionell stand die gemeinsam gesungene Bergmannshymne am Ende des offiziellen Teils, als sich am Samstag rund tausend Mitglieder der IG Bergbau, Chemie, Energie und ihre Gäste aus Politik, Unternehmen und Verwaltung in der Schenklengsfelder Sporthalle versammelten. Fotos: z
„Glück auf, der Steiger kommt“: Traditionell stand die gemeinsam gesungene Bergmannshymne am Ende des offiziellen Teils, als sich am Samstag rund tausend Mitglieder der IG Bergbau, Chemie, Energie und ihre Gäste aus Politik, Unternehmen und Verwaltung in der Schenklengsfelder Sporthalle versammelten. Fotos: z

Schenklengsfeld. Mit einem tarif- und sozialpolitischen Forderungskatalog unter dem Motto „Zukunft? Jetzt geht’s um uns!“ umriss am Samstag Edeltraud Glänzer, Hauptvorstandsmitglied der IG Bergbau, Chemie, Energie, die Marschrichtung ihrer Gewerkschaft für 2011.

Glänzer sprach auf dem Neujahrstreffen des Bezirks Kassel der IG BCE in der Großsporthalle von Schenklengsfeld vor rund eintausend Gewerkschaftsmitgliedern, Betriebsräten und Gästen aus Nordhessen und Thüringen.

Nach zwei Jahren wirtschaftlicher Krisenbewältigung, an der die Gewerkschaften entscheidend mitgewirkt hätten, müsse sich jetzt der Aufschwung auch für die Arbeitnehmer auszahlen, forderte Glänzer. „Es geht nicht um Krümel, es geht um ein Stück vom Kuchen“, unterstrich die Gewerkschafterin. Für die Chemie-Industrie, deren Tarifverhandlungen Mitte März beginnen, nannte sie eine Forderungsempfehlung des Hauptvorstands: zwischen sechs und sieben Prozent mehr Lohn.

Leiharbeit eindämmen

Als politische Ziele der Gewerkschaftsbewegung, auch vor dem Hintergund von sieben Landtagswahlen in diesem Jahr in Deutschland, beschrieb Edeltraut Glänzer eine Anhebung des Spitzensteuersatzes und eine stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen, die Eindämmung der Leiharbeit in den Betrieben und flexible Lösungen für individuelle Wege in den Altersruhestand. „Die Rente mit 67 ist und bleibt eine falsche Entscheidung“, erklärte sie.

Glänzer forderte außerdem ein krisenfestes Gesundheitssystem auf der Basis des Solidarprinzips. Vor allem die FDP wolle den Systemwechsel in der Gesundheitsversorgung, es drohe eine Zwei-Klassen-Medizin.

Von Peter Lenz

Auch interessant

Kommentare