Gemeindeparlament Schenklengsfeld

Wippershainer Abwasser: Eine besch... Situation

Einen ersten kleinen Schritt, um die Abwasserproblematik in Wippershain in den Griff zu bekommen, haben die Schenklengsfelder Gemeindevertreter getan.

Einstimmig wurde ein Grundstücksankauf in Wippershain beschlossen. Darauf soll ein Regenüberlaufbecken errichtet werden. Und dieses Becken ist dringend erforderlich. Schließlich muss die nicht mehr die gesetzlich vorgegebenen Werte erfüllende Wippershainer Kläranlage schnellstmöglich abgestellt werden.

Das Abwasser soll dann über das Klärsystem der Gemeinde Hauneck weiter nach Bad Hersfeld zur dortigen Kläranlage geleitet werden. Doch das wird aus heutiger Sicht noch einige Jahre dauern. Denn seit nunmehr zehn Jahren ist – obwohl bekannt – auch an dem maroden Abwasserkanalsystem in Wippershain nichts verbessert worden.

Normalerweise würden zwei Liter Abwasser pro Sekunde von Wippershain hinunter nach Hauneck fließen. Das wäre unproblematisch, denn die dortigen Anlagen könnten bis zu sechs Liter aus Wippershain aufnehmen. Doch bei Starkregen steigt die Abwasser- und Niederschlagsmenge aus Wippershain auf 14 Liter an. Das liegt insbesondere an dem zu großen Teilen kaputten Kanalnetz. Durch die gebrochenen Rohre gelange laut Bürgermeister Carl Christoph Möller enorm viel Regenwasser in die Kläranlage. Auch aus den umliegenden Gräben würde das Wasser in die Anlage geleitet. Diese vertrackte Situation gelte es nun für sehr viel Geld baulich zu verbessern und auf den neusten Stand der Technik zu bringen.

Fragen Sie den Vorgänger

Darauf angesprochen, warum das nicht längst schon geschehen sei, zuckt der Bürgermeister mit den Schultern: „Das müssen sie meinen Vorgänger fragen. Ich bin erst seit einem Jahr im Amt.“

Durch das nun geplante Regenüberlaufbecken könnte auch bei Starkregen die Abwasserfracht aus Wippershain auf zehn Liter pro Sekunde verringert werden. Immer noch zu viel, um in Hauneck problemlos die Kläranlage passieren zu können. Also müsste auch die Gemeinde Hauneck an ihrem Abwassersystem bauliche Veränderungen vornehmen – auf Kosten der Gemeinde Schenklengsfeld.

Eine vertrackte Situation, die noch viel Arbeit erfordert – und viel Geld kosten wird. Doch die Kassen der Gemeinde Schenklengsfeld sind mehr als leer. " HAUSHALT

Kommentare