Staatssekretär lobt Generationenhof 

Tagespflege Oberlengsfeld: Arbeiten haben begonnen

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In Oberlengsfeld haben vor gut einer Woche die Arbeiten für die geplante Tagespflege im dortigen Generationenhof begonnen.

In Oberlengsfeld haben vor gut einer Woche die Arbeiten für die geplante Tagespflege im dortigen Generationenhof begonnen.

Fenster und Türen wurden bereits entfernt, im Inneren reißen die Arbeiter der örtlichen Firma Eichenauer zurzeit unter anderem Böden und Tapeten ab. Betreiben wird die Tagespflege mit 23 Plätzen die Arbeiterwohlfahrt Nordhessen. Zum Generationenhof gehört auch das Leader-geförderte Café Miteinander.

Ein Stück EU auf dem Dorf

Was sich auf dem Papier gut anhört, ist „in echt“ dann oft noch sehr viel beeindruckender. Einfach „Hammer“ fand jedenfalls Mark Weinmeister, Hessischer Staatssekretär für Europa-Angelegenheiten, den Generationenhof in Oberlengsfeld mit dem Café Miteinander, das nicht nur dank ehrenamtlichem Engagement, sondern auch mithilfe von Geld aus dem Leader-Programm realisiert wurde.

Das Café

Weinmeister besuchte am Dienstag das Regionalforum Hersfeld-Rotenburg und informierte sich über die Förderschwerpunkte in der Leder-Region (siehe Hintergrund). Gemeinsam mit Vertretern des Regionalforums und des Leader-Beirats ging es dann auch zum Generationenhof. 2016 hatte die Gemeinde die viele Jahre leer stehende Hofreite gekauft, deren Gebäude nun Schritt für Schritt mit neuem Leben gefüllt werden.

Das komplett ehrenamtlich betriebene Café Miteinander wurde in der ehemaligen Schmiede beziehungsweise Dreherei eingerichtet, eine Terrasse und Toiletten im ehemaligen Kuhstall ergänzen das Angebot. Rund 160 000 Euro hat die Umsetzung laut Regionalmanagerin Sigrid Wettrau gekostet, 90 000 Euro gab es über Leader. Die Kulturscheune, die für Feiern, Austellungen und Märkte genutzt werden kann, präsentierten Dr. Frank Klein, Vorsitzender des Fördervereins Generationenhof, und seine Mitstreiter gestern ebenfalls – und auch davon zeigten sich die Besucher begeistert. Das ehemalige Wohnhaus der Hofreite wird derzeit für eine Tagespflege umgebaut.

Gemütlich: So sieht das Café von innen aus. Links steht Harald Preßmann, Vorsitzender des Leader-Beirats. Über das Haunecker Internetcafé für Senioren (HICS) wurde beim Besuch Weinmeisters ebenfalls berichtet.

Klein berichtete von einem festen Stamm mit rund 20 Helfern, insgesamt hätten sich aber gut 40 Leute am Projekt Bürgerbegenungsstätte beteiligt. „Das war richtig, richtig toll.“ Von 4000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit sprach Schenklengsfelds Bürgermeister Carl Christoph Möller, auf die man „besonders stolz“ sei. Das Café und die Kulturscheune seien wahre „Leuchtturmprojekt“. Dem Förderverein gehören laut Klein inzwischen um die 200 Mitglieder an.

Gerade jetzt im Sommer werde das Café auch von vielen Radfahrern gut angenommen. Es ist in der Regel samstags und sonntags von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet und kann auch privat gemietet werden, soll aber bewusst keine Konkurrenz zu öffentlichen Veranstaltungen sein.

Sigrid Wetterau und Harald Preßmann als Vorsitzender des Leader-Beirats nutzten am Dienstag auch die Gelegenheit, um Staatssekretär Weinmeister auf „Hindernisse“ bei Leader hinzuweisen. So seien etwa mehr Flexibilität sowie die Integration von Eigenleistungen wünschenswert.

www.der-generationenhof.de

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