Gemeinsame Jahreshauptversammlung

710 Stunden und eine Schrecksekunde: Schenklengsfelder Feuerwehren ziehen Bilanz

Ausgezeichnet: Einige der geehrten Feuerwehrmänner aus der Großgemeinde Schenklengsfeld mit Gemeindebrandinspektor Torsten Wennemuth (links) und Bürgermeister Stefan Gensler (rechts). Foto: privat

Schenklengsfeld. Elf Brandeinsätze, elf Hilfeleistungen und zwei Fehleinsätze: Trotz rund 710 Arbeitsstunden konnten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren der Großgemeinde Schenklengsfeld auf ein positives Jahr zurückblicken.

Am vergangenen Freitagabend zogen sie bei einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz, verkündeten Beförderungen und ehrten außerdem langjährige und verdiente Mitglieder.

Eine besondere Schrecksekunde jagte den einsatzbereiten Freiwilligen der Notruf vom 27. Februar ein, der die Feuerwehren zu einem Wohnhausbrand in Malkomes rief. „Es hieß, es seien noch mehrere Personen im Gebäude“, berichtete Gemeindebrandinspektor Torsten Wennemuth. Nach dem Eintreffen am Einsatzort folge allerdings die Erleichterung bringende Entwarnung. Alle Personen hatten sich bereits aus dem brennenden Gebäude retten können.

Insgesamt mussten die Feuerwehren im vergangenen Jahr weniger häufig ausrücken als noch 2015. Auch deshalb blieb mehr Zeit für Übungen, Fortbildungen, den Unterricht und sonstige Veranstaltungen übrig. Besonders wichtig sei auch 2016 die Jugendarbeit der Feuerwehren gewesen, betonte Torsten Wennemuth. Ihre Bedeutung für die Beibehaltung und Steigerung der Mitgliederzahlen sei sehr groß, weshalb er den im Kinder- und Jugendbereich engagierten Mitgliedern einen besonderen Dank aussprach.

Eine besondere Veranstaltung, die im vergangenen Juni bereits viel Interesse hervorgerufen und Freude bereitet hat, war der Gemeindefeuerwehrtag, dessen Höhepunkt laut Torsten Wennemuth die schauspielerische Leistung des Feuerwehrnachwuchses war. Die Darstellung der betrunkenen Jugendlichen sei ein „ filmreifer Auftritt“ gewesen. Aufgrund des großen Erfolges werde es auch in diesem Jahr einen Gemeindefeuerwehrtag geben, dieses Mal in Konrode. Auch die Herrichtung des Auffanglagers für Geflüchtete im Bad Hersfelder Herkules-Markt sei eine besondere Aufgabe gewesen, an der sich die Wehren beteiligt haben.

Für diesen ungewöhnlichen Einsatz bedankten sich Bürgermeister Stefan Gensler und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Martin Orf noch einmal im Besonderen. Neben diversen weiteren Programmpunkten wurden während der Versammlung außerdem langjährige und verdiente Mitglieder geehrt. Besonders hervorgerufen wurden dabei die Leistungen von Willi Höfer aus Malkomes und Jürgen Wolf aus Schenklengsfeld. Beide wurden für ihre 25-jährige Führungstätigkeit als Ehrenbeamte der Gemeinde ausgezeichnet.

Von Nicole Wagner

Kommentare