Erzieherinnen blicken mit Sorge in die Zukunft

Spielstunde Schenklengsfeld sucht Kinder

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Ketten basteln: Susanne Puder, Leiterin der Spielstunde, bastelt mit Adrian und Anna bunte Ketten.

Die Spielstunde der evangelischen Kirchengemeinde Schenklengsfeld ist ein Kindergarten, der in einer Gruppe  25 Kinder betreuen kann. Derzeit fehlen fünf Kinder.

Angemeldet sind aktuell 14 Mädchen und Jungen sowie ein Integrativkind, das besondere Betreuung und Aufmerksamkeit verlangt.

Die Kinder sind zwischen drei und sechs Jahre alt. Und das stellt bereits eine erste Hürde dar. Viele Eltern melden ihre Kleinkinder unter Drei bereits in der gemeindlichen Kinderkrippe an. Und aus dieser wechseln sie dann meist schon vor dem dritten Geburtstag in die beiden gemeindlichen Kindergärten, wo sie zum Teil auch ganztags betreut werden.

In der Spielstunde kümmern sich die vier Erzieherinnen montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr sowie dienstags von 7.30 bis 12.45 Uhr – also nur halbtags – um die ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen. Ziel ist es, dass täglich drei Erzieherinnen für die Kinder da sind. „Ein großes Problem ist auch, dass wir bisher die ganzen Schulferien im Sommer geschlossen haben. Diese sechs Wochen sind vielen Eltern viel zu lang. Aus diesem Grund werden wir ab dem Jahr 2020 die Spielstunde im Sommer nur noch für drei Wochen schließen“, erklärt Spielstunden-Leiterin Susanne Puder.

Intensive Betreuung: Die drei Erzieherinnen nehmen sich gezielt Zeit für einzelne Kinder. Hier spielt Amelie mit Henrike Schrumpf-Diehl. Fotos: Mario Reymond

Die Sozialpädagogin erhofft sich dadurch einen etwas größeren Zuspruch. Denn die aktuellen Anmeldezahlen lassen weitreichende Planungen gar nicht zu. Nach den großen Ferien in diesem Sommer werden nämlich vier Kinder in die Grundschule wechseln. Und Neuaufnahmen wird es nach derzeitigem Stand nur zwei geben. Unter den vier Abgängen ist auch das Integrationskind. „Wir hoffen, dass wir wieder eins zugeteilt bekommen“, erklärt Puder. Sonst wären gerade einmal 13 von 25 möglichen Plätzen besetzt.

Kinder werden intensiver betreut

Dem allgemeinen Trend, wonach viele berufstätige Eltern für ihre Kinder eine fast schon Rundum-Sorglos-Betreuung anstreben, setzen die Erzieherinnen in der Schenklengsfelder Spielstunde eine intensivere Betreuung entgegen.

„Wir achten sehr auf die Persönlichkeit. Die Mädchen und Jungen sollen bei uns ihre eigene Identität finden. Stärken und Schwächen werden erkannt – auch beim Lernen – und die tägliche Arbeit darauf abgestimmt“, erklärt die Spielstunden-Leiterin. Um die sozialen Fähigkeiten der Kinder gezielt zu fördern, gibt es zudem täglich ein gemeinsames Frühstück.

Da die Spielstunde eine kirchliche Einrichtung ist, gibt es einmal pro Woche ein gemeinsames Singen mit Pfarrerin Marie Therese Eckhardt. Und eine biblische Geschichte darf auch nicht fehlen. Aktuell geht es einmal in der Woche um den Tod von Jesus und dessen Wiederauferstehung – schließlich steht das Osterfest vor der Tür.

VON MARIO REYMOND

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