Sicherheit soll geprüft werden

Schenklengsfeld: Zukunft des Rathauses beschäftigt die Gemeindevertreter

Stopp: Die Sanierung des Schenklengsfelder Rathauses wird von der Gemeindevertretung am morgigen Donnerstag wohl ausgesetzt. Jedoch werde der Gemeindevorstand auf Wunsch der SPD wohl die Sicherheit der Arbeitsplätze prüfen lassen. Archivfoto: Ludger Konopka

Schenklengsfeld. Die Schenklengsfelder Gemeindevertretung entscheidet am Freitag über die Zukunft des Rathauses.  

In der Gemeinde Schenklengsfeld dürfen aufgrund der prekären Haushaltslage künftig nur noch Pflichtaufgaben erledigt werden. Das hat die Kommunalaufsicht beim Landkreis Hersfeld Rotenburg den politisch Handelnden ins Aufgabenheft geschrieben.

Deutlich wurde dies in der vergangenen Woche während der jüngsten Ausschusssitzungen, als Bürgermeister Carl Christoph Möller aus Schreiben zitierte, die die Gemeinde aus dem Landratsamt erhalten hatte.

Wegen der angespannten Finanzlage wird die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am morgigen Freitag ab 19.30 Uhr im Oberlengsfelder Dorfheim wohl auch den notwendigen Beschluss fassen, die Sanierung des Rathauses nicht weiter auszuführen. Sowohl die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses und des Bau- und Planungsausschusses hatten sich jeweils einstimmig für den Sanierungsstopp ausgesprochen. Angestoßen wurde die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses im April 2017 - die Kosten wurden damals auf etwa 1,2 Millionen Euro geschätzt.  

Alternativen zur Sanierung sollen geprüft werden

Doch ganz aus den Augen soll das Projekt Rathaus nicht verloren werden. Auf Antrag der SPD im Hauptausschuss soll die Gemeindevertretung den Gemeindevorstand mit der Prüfung der Sicherheit der Arbeitsplätze im Rathaus beauftragen. Auch sollen Alternativen zur Sanierung geprüft werden, um den Bürgern einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen.

Während der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses machte Bürgermeister Möller auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden auch einige Angaben zum Sachstand hinsichtlich des erst im vergangenen Jahr als Bauland ausgewiesenen Bereichs „Obermühle“ am Ortsrand von Schenklengsfeld.

Alles anders: Wenn es nach Bürgermeister Carl Christoph Möller geht, wird aus den geplanten Gewerbeflächen im Bereich der Obermühle in Schenklengsfeld Bauland. Elf Bauplätze könnten dort entstehen. 

An der 12.096 Quadratmeter großen Fläche war seinerzeit ein ortsansässiger landwirtschaftlicher Lohnunternehmer interessiert, der diese Flächen nun nicht mehr erwerben möchte, da ihm zwei bessere Angebote vorliegen würden, wie der Bürgermeister berichtete.

Vorstoß: Neues Wohngebiet im Bereich der Obermühle

Möller möchte nun einen eigenen Anlauf unternehmen, um den Bereich Obermühle in naher Zukunft durch die Gemeindevertretung als Wohngebiet ausweisen zu lassen. Elf Bauplätze könnten dort entstehen. Die Fläche wurde von Möller ins Auge gefasst, da es Schwierigkeiten gebe, andernorts kostengünstig Privatflächen für die Ausweisung von Bauland anzukaufen. Die Preisvorstellungen von Verkäufern und Gemeinde lägen weit auseinander.

Als Grund gibt Möller an, dass die Gemeinde vor seiner Amtsübernahme durch ein Planungsbüro mögliche Flächen für Bauland in Konrode, Schenklengsfeld und Oberlengsfeld hatte prüfen lassen. Das wiederum habe natürlich die Grundstückseigentümer geweckt, die nun für den Quadratmeter Ackerland utopische Preise erheben würden. „Da werden mindestens 27 Euro aufgerufen“, erklärte der Bürgermeister. 

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