Beschlüsse für Freibad und Radwege

Schenklengsfeld will Lücken schließen

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Bild aus besseren Tagen: Wegen der Corona-Pandemie bleibt das Schenklengsfelder Schwimmbad vorerst geschlossen. Um es nach dem Ende der Beschränkungen öffnen zu können, soll eine defekte Gasleitung repariert werden.

Die Gemeindevertretung Schenklengsfeld hat beschlossen, die defekte Gasleitung im Schwimmbad zu erneuern und den Radweg zwischen Unter- und Oberweisenborn zu bauen.

Ob und wann das Schenklengsfelder Freibad in dieser Saison für Besucher öffnen wird, vermochten die Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Bürgerhaus nicht zu sagen.

Um den Badebetrieb nach dem Ende der aktuellen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie aufnehmen zu können, beschloss das Gemeindeparlament jedoch einstimmig eine überplanmäßige Ausgabe von 15 250 Euro. Mit dem Geld soll eine undichte Gasleitung geschweißt beziehungsweise erneuert werden. Die schadhafte Stelle hatte der Energieversorger Energienetz Mitte bei einer Routinekontrolle entdeckt und daraufhin die Hauptversorgung abgestellt und mit einer Plombe versiegelt. Der Ansatz von 15 250 orientiert sich am Angebot einer Fachfirma aus dem Landkreis. Die Gemeinde hole weitere Angebote ein, sodass sich die Auftragssumme noch verringern könne, verdeutlichte Bürgermeister Carl Christoph Möller.

Die Kosten für die Reparatur zwackt die klamme Kommune bei anderen Haushaltsposten ab: 8900 Euro waren eigentlich für Weihnachtsbeleuchtung vorgesehen, der Ansatz für Feldwegebau wird um 4000 Euro und der Etat für den Unterhalt der Straßenbeleuchtung um 2350 Euro reduziert.

Einig waren sich die Gemeindevertreter schlussendlich auch, dass der Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Unterweisenborn und Oberweisenborn und damit zwischen den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Fulda in Angriff genommen werden soll. Auf die Tagesordnung gebracht hatte das Thema die Bürgerliste (BL). Das Vorhaben sei jahrelang an der Verkaufsbereitschaft des ehemaligen Besitzers einer benötigten Parzelle gescheitert. Altbürgermeister Stefan Gensler habe mit dem neuen Eigentümer noch eine mündliche Verkaufsvereinbarung auf den Weg gebracht, nach den personellen Wechseln an der Rathausspitze und im Bauamt sei dem Thema jedoch keine hohe Aufmerksamkeit geschenkt worden, heißt es in der Antragsbegründung.

Untätigkeit wollte der Bürgermeister jedoch nicht vorwerfen lassen: Die Verkaufsbereitschaft sei inzwischen schriftlich fixiert. Beim Trassenbau dann auch gleich – wie ebenfalls im Antrag der BL gefordert – die 50 Jahre alte Wasserleitung im Boden zu erneuern, sei für ihn selbstverständlich, betonte der Rathauschef. Zudem werde wegen der hohen Verkehrszahlen auf der parallelen Landesstraße eine Kostenübernahme für den Radwegebau durch das Land geprüft. Die Hoffnung auf finanzielle Unterstützung aus Wiesbaden hatte Möller bereits in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses geäußert.

Das habe er zum Anlass genommen, sich über die Fördermöglichkeiten zu informieren, erklärte Jürgen Ehlert (BL): „Wir rennen offene Türen ein.“ Denkbar sei etwa eine interkommunale Zusammenarbeit mit Eiterfeld. Der stellvertretende BL-Fraktionsvorsitzende brachte deshalb einen Änderungsantrag ein, welcher die ungeteilte Zustimmung des Parlaments fand. Demnach soll der Radwegebau mit möglichst hoher Förderquote verwirklicht und die fehlende Grundstücksparzelle schon erworben werden, sobald es die Haushaltslage zulässt. Die Kosten für die Wasserleitung werden im Haushalt 2021 eingeplant. (jce)

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