Schenklengsfeld: Das Wasser wird teurer

Trinkwasser Wolfhagen
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Schenklengsfeld – Auf eine deutliche Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren – und dies rückwirkend zum 1. Januar 2020 – müssen sich die Schenklengsfelder Bürger einstellen.

VON THOMAS LANDSIEDEL

Schenklengsfeld – Auf eine deutliche Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren – und dies rückwirkend zum 1. Januar 2020 – müssen sich die Schenklengsfelder Bürger einstellen. Während ihrer Sitzung am Dienstagabend beschlossen die Schenklengsfelder Gemeindevertreter einstimmig die entsprechenden Änderungen der Wasserversorgungssatzung sowie der Entwässerungssatzung.

Gegenüber dem Vorjahr steigt der Kubikmeterpreis für Trinkwasser in 2020 um rund 27 Prozent von 2,68 Euro (netto 2,50 Euro) auf 3,39 Euro (netto 3,17 Euro). Im gleichen Zug steigt die Schmutzwassergebühr um rund 53 Prozent von bislang 3,04 Euro auf nunmehr 4,64 Euro pro Kubikmeter. Auch die Gebühr für das in die Kanalisation eingeleitete Niederschlagswasser erhöht sich um rund 45 Prozent von aktuell 0,42 Euro auf 0,61 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Einstimmig beschlossen wurde auch die Einführung einer nach Zählergröße gestaffelten Grundgebühr für Wasser und Abwasser im kommenden Jahr. Für einen normalen Haushaltswasserzähler fallen damit ab dem 1. Januar 2021 jeweils monatliche Gebühren in Höhe von 5,35 Euro für Wasser sowie 7 Euro für die Schmutzwasserbeseitigung an. Durch die Grundgebühr sollen die verbrauchsunabhängigen Fixkosten, die durch das ständige Vorhalten einer betriebsbereiten Einrichtung entstehen, auf den Verbraucher umgelegt werden.

Vor der Beschlussfassung hatte Nicolas Bormann von der Kommunalberatungsgesellschaft Allevo dem Gemeindeparlament nochmals die Gebührenkalkulation zur Wasserver- und -entsorgung für die Jahre 2020 bis 2022 erläutert. Laut Allevo ergibt sich für das Jahr 2017 eine Kostenunterdeckung bei der Wasserversorgung von 61 394 Euro (2015: 10 045 Euro, 2016: 44 394 Euro), bei der Schmutzwasserbeseitigung von 86 527 Euro (2015: 29 370 Euro, 2016: 92 973 Euro) sowie in der Beseitigung von Niederschlagswasser von 82 149 Euro (2015: 68 818 Euro, 2016: 77 814 Euro).

Für 2021 sieht die Kalkulation neben der bereits beschlossenen Einführung von Grundgebühren eine Anpassung der Verbrauchsgebühren für Trinkwasser auf 3,17 Euro (netto 2,96 Euro) pro Kubikmeter sowie 3,95 Euro für den Kubikmeter Schmutzwasser vor.

Für 2022 wird eine weitere Anpassung der Gebühren auf 3,35 Euro (netto 3,13 Euro) pro Kubikmeter Trinkwasser sowie 4,08 Euro für den Kubikmeter Schmutzwasser vorgeschlagen. Die Versiegelungsgebühr pro Quadratmeter versiegelter Fläche sollte laut Allevo 2021 auf 0,69 Euro sowie 2022 auf 0,72 Euro steigen.

Auf die grundsätzlich bestehende Möglichkeit zum Ausgleich von Unterdeckungen aus den Vorjahren über die Gebühren hat die Gemeinde zulasten des allgemeinen Haushalts verzichtet.

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