Wildbrücke zeigt Wirkung

Rotwildhegegemeinschaft Seulingswald bespricht kommendes Jagdjahr

Verdiente Mitglieder der Hegegemeinschaft: (von links) Wilfried Marchewka, Karl-Wilhelm Herzog, Hans-Georg Schade, Gerd Schad, Karl Hempel und Harald Rössing. Foto: Hellwig

Schenklengsfeld. Zur Rotwildhegeschau des Jagdjahres 2017/18 hat sich die Rotwildhegegemeinschaft Seulingswald am Freitag im Tafelhaus Steinhauer in Schenklengsfeld versammelt.

Die Mitglieder der Hegegemeinschaft, die sich von Burghaun bis Eschwege erstreckt, präsentierten an diesem Abend Trophäen von Hirschen sämtlicher Klassen und Alterseinstufungen. Zuvor prüften fünf Gutachter einer Alterskommission das tatsächliche Alter der Tiere. Dabei musste das zunächst geschätzte Alter hin und wieder nach unten oder oben korrigiert werden. Im Vergleich zum vergangenen Jagdjahr wurden weniger Hirsche im Alter von über zehn Jahren registriert. Das älteste erlegte Tier war nach dem Gutachten der Alterskommission 17 Jahre alt.

Begleitet wurde die Hegeschau vom Bläsercorps des Kreisjagdvereins Bad Hersfeld, unterstützt von der Bläservereinigung Rotenburg. In der anschließenden Mitgliederversammlung stand neben der Neubesetzung des Amtes des Kassenprüfers auch die Aufnahme einer Vertreterin einer privaten Waldjagd in den Vorstand auf der Tagesordnung

Zudem wurden sechs verdiente Mitglieder der Hegegemeinschaft geehrt: Kassenführer Jürgen Göbel, zweiter Vorsitzender Karl Hempel, Berater Karl Wilhelm Herzog, Schriftführer Harald Rössing, das Mitglied des erweiterten Vorstands Gerd Schad und Gründungsmitglied Hans-Georg Schade erhielten für ihren langjährigen Dienst für den Seulingswald Urkunden.

Der Vorsitzende Hans-Werner Führer berichtete über den aus der letzten Sitzung hervorgegangenen Beschluss, einen Beitrag zur Forschung zu leisten. Man habe 80 Proben des erlegten Rotwilds an die Veterinärklinik Fulda geschickt, um den Genpool der heimischen Population zu untersuchen, also ob ein Austausch mit Rotwild aus benachbarten Regionen stattfand. Auf die Ergebnisse, die im Laufe dieses Jahres eingehen sollen, sei man gespannt.

Aufgrund schwieriger Wetterbedingungen in den Wintermonaten und dem zusätzlichen starken Sturm „Friderike“ konnten die Abschussvorgaben des letzten Jahres nicht ganz erfüllt werden, dennoch sei man mit dem Ergebnis zufrieden, so Hans-Werner Führer. Für das nächste Jahr strebe man das gleiche Ziel an zu erlegendem Wild an, damit der stetig wachsende Bestand eingeschränkt wird. Dies sei notwendig, um die Umgebung und den Bestand zu schützen und zum Beispiel Schäden an Baumrinden zu verringern. Diese sogenannten „Schälschäden“ werden vom heimischen Rotwild verursacht und liegen teilweise deutlich über dem zu tolerierenden Wert.

Erfreulich sind die Beobachtungen an der neu eingerichteten Wildbrücke über die A4. Wildkameras zeigten, dass diese vom heimischen Wild schnell und gut angenommen wurde. (lh) 

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