Kreisentscheid

Ransbach hat die Nase vorn: Leistungsübung der Feuerwehren in Schenklengsfeld

Wasser Marsch: Einen Löschangriff mussten die Wehren ebenfalls zeigen.

Die Mannschaft aus Ransbach hat den Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübung für sich entschieden. 

Mit 95,5 von 100 möglichen Punkten belegte die Mannschaft Hohenroda-Ransbach I bei der diesjährigen Kreis-Feuerwehrleistungsübung knapp vor der zweitplazierten Mannschaft aus Alheim-Erdpenhausen, die mit 95,1 Punkten ebenfalls ein glänzendes Ergebnis eingefahren hatte, den ersten Platz.

Auf dem dritten Platz folgte mit 93,4 Punkten die gastgebende Mannschaft aus Schenklengsfeld.

Die ersten drei Mannschaften haben sich für die nächste Runde auf Bezirksebene am 15. Juni qualifiziert. Insgesamt hatten 17 Mannschaften für den Kreisentscheid gemeldet, von denen letztendlich 16 an den Wettkämpfen teilnahmen.

Vorher mussten die Wettkampfmannschaften auf dem Parkplatz vor der Schenklengsfelder Großsporthalle neben theoretischem Wissen und praktischem Können auch ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Nach dem Ausfüllen von Fragebögen zu feuerwehrspezifischen Themen traten die Wettkampfmannschaften auf zwei Bahnen zur schweißtreibenden praktischen Prüfung an.

Dabei galt es – natürlich in Nomex-Einsatzanzug und mit angelegtem Atemschutzgerät – zunächst einen simulierten Wohnungsbrand zu löschen und eine verletzte Person in Gestalt eines 80 Kilogramm schweren Dummies zu bergen, um anschließend einen weiteren Löschangriff verbunden mit dem Aufbau einer Steckleiter vorzunehmen.

Zum Schluss wurde noch die Fertigkeit der Feuerwehrleute beim Binden von „Knoten und Stichen“ wie „Mastwurf mit Spierenstich“ oder das Anfertigen eines behelfsmäßigen Brustbundes geprüft.

Die Siegerehrung nahm Landrat Dr. Michael Koch, der sich zuvor über den hohen Leistungsstand der heimischen Wehren informiert hatte, im Beisein des designierten Kreisbrandinspektors Marco Kauffunger und des stellvertretenden KBI Martin Orf vor.

Die Feuerwehrleistungsübungen werden auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene ausgerichtet. Ziel ist es, die feuerwehrspezifischen Grundfertigkeiten drillmäßig einzuüben, sodass sie im Ernstfall automatisch abrufbar sind.

Da Hessenweit die gleichen Aufgaben zu bewältigen sind, wird so auch ein Vergleich der Leistungsstände der einzelnen Wehren ermöglicht. Die Siegermannschaften der Kreisentscheide qualifizieren sich für die nächste Runde auf Bezirksebene. Die jeweils besten sechs Mannschaften aus den Regierungsbezirken treffen schließlich beim Hessischen Landesentscheid aufeinander. tl

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