Montagsinterview mit dem Kreisvorsitzenden

„Man kann Region mitgestalten“: Lukas Manske (Junge Union) bekennt sich zu waldhessischer Heimat

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Ausbildung ist eines seiner Themen: Lukas Manske, neuer Kreisvorsitzender der Jungen Union. Der Schenklengsfelder informierte sich auch bei der Messe in der Schilde-Halle.

Hersfeld-Rotenburg. Politische Überzeugungen und ein klares Bekenntnis zu seiner waldhessischen Heimat haben den Schenklengsfelder Lukas Manske bewogen, sich als Kreisvorsitzender der Jungen Union zu engagieren.

Herr Manske, warum tut sich ein junger Mensch solch einen Posten an?

Lukas Manske (lacht):Von antun kann keine Rede sein. Es ist doch toll, dass man als junger Mensch die Möglichkeit bekommt, die Region aktiv mitzugestalten. Wir alle müssen zusammen dafür sorgen unsere Heimat insbesondere für junge Leute attraktiver zu machen. Damit eben nicht alle in Metropolen abwandern.

Das habe ich so oder so ähnlich schon von vielen anderen gehört. Worum geht es Ihnen ganz konkret?

Manske: Es geht zum Beispiel um Digitalisierung und Mobilität. Wir fordern den sofortigen Ausbau des schnellen Internets in allen Dörfern. Es muss ein Grundrecht auf 100 MBit/s geben. Außerdem muss unser Landkreis auch zukünftig an den Fernverkehr angeschlossen sein. Das sind wichtige Standortfaktoren und die Voraussetzungen für moderne Arbeitsweisen wie beispielsweise Home-Office.

Wie ist es dann ganz allgemein um die Motivation der jungen Menschen bestellt? Und hören Sie da auch rechtspopulistische Parolen?

Manske: Ich glaube die junge Generation interessiert sich immer mehr für Politik. Ich plädiere stark dafür, sich als junger Mensch viel mehr einzumischen! Dazu lade ich jeden herzlich ein bei uns mitzumachen. Oft ist man überrascht, wie viel man tatsächlich mitgestalten kann. Leider hört man auch teilweise rechtspopulistische Parolen von jungen Leuten. Allerdings hat die AfD bei der U18-Jugendwahl viel weniger Stimmen bekommen.

Sie sagen also, dass es im eigenen Interesse der Jugend liegt, sich einzubringen?

Manske: Ja, klar. Jeder Jugendliche muss sich fragen, was besser ist: Andere über die Zukunft unserer Heimat entscheiden zu lassen oder selbst mitzureden. Bei uns in der JU kann man sich thematisch einbringen, neue Leute kennenlernen und hat dabei noch Spaß!

Was sagt denn der JU-Kreisvorsitzende zur Großen Koalition?

Manske: Es wurde Zeit, dass wir eine neue Regierung bekommen. Diese kann sich jetzt endlich den Herausforderungen in unserem Land, in Europa und der Welt annehmen. Dass die Jusos sich lieber um ihre Partei als um diese Herausforderungen gekümmert hätten, können wir nicht ganz nachvollziehen. Auch wir stimmen natürlich dem Koalitionsvertrag nicht zu hundert Prozent zu, aber Politik lebt eben von Kompromissen.

Nun ist ja unser Wahlkreis über die CDU nicht mehr im Bundestag vertreten. Ist das ein Problem?

Manske: Natürlich hatten wir uns sehr gewünscht, dass Timo Lübeck als JU-Kandidat in den Bundestag kommt. Jetzt werden wir aber trotzdem Wege finden, um unsere Anliegen einzubringen. In Wiesbaden haben wir beispielsweise mit unserer jungen Landtagsabgeordneten Lena Arnoldt eine starke Stimme für die Region.

Durch die GroKo gäbe es ja auch den direkten Draht zum SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth. Gibt es da Vorbehalte oder Berührungsängste?

Manske: Berührungsängste kennen wir nicht, im Gegenteil: Wir sind immer offen für den Austausch. Es geht um unsere Region und da arbeiten wir gern mit Herrn Roth zusammen, wo es Sinn macht. Unsere klare Erwartung ist, dass er sich trotz seines Amts als Europa-Staatsminister für die Menschen hier vor Ort einsetzt.

Wie steht es eigentlich um Ihr persönliches kommunalpolitisches Engagement?

Manske: Ich bin seit letztem Jahr in der Schenklengsfelder Gemeindevertretung und kümmere mich somit auch um die Belange vor Ort.

Zur Person

Lukas Manske (22) stammt aus Schenklengsfeld, ist dort zur Schule gegangen und hat dann 2014 das Abitur an der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld bestanden. Aktuell studiert er Politikwissenschaften in Frankfurt/Main. Manske war zwischenzeitlich als Stipendiat der Adenauer-Stiftung für ein Jahr in Washington/USA. Zu JU und CDU hat er 2014 während des Landratswahlkampfes für Michael Koch gefunden. Mittlerweile gehört er auch dem Kreisvorstand der CDU an. In seiner Freizeit engagiert er sich als Handball-Schiedsrichter. Manske ist ledig. 

Quelle: HNA

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