Linde in Schenklengsfeld

Neues Gerüst für den ältesten Baum Deutschlands

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Sanierung des Gerüsts um die 1200-jährige Linde in Schenklengsfeld durch Zimmermeister Thomas Rudolph, der au ch geprüfter Restaurator im Zimmerhandwerk ist. 

Die Schenklengsfelder Linde, mit einem Alter von über 1200 Jahren wahrscheinlich der älteste Baum Deutschlands, bekommt in diesen Tagen ein neues Stützgerüst.

Knapp 30 000 Euro lässt sich der Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Erneuerung des teilweise morschen Balkengerüsts rund um die uralte Linde kosten, dem Witterung und Pilzbefall in den vergangenen Jahren stark zugesetzt haben. Schon vor Jahrhunderten war das Gewicht der waagerecht gewachsenen Hauptäste so groß geworden, dass diese mit einem aus über 80 Balken bestehendem Gerüst, das bereits mehrmals erneuert wurde, abgestützt werden mussten.

Mit den Arbeiten wurde die Zimmerei Rudolph aus dem benachbarten Mansbach beauftragt. Zimmermeister Thomas Rudolph, der auch geprüfter Restaurator im Zimmerhandwerk ist, erledigt die Arbeiten in enger Abstimmung mit der unteren Denkmal- und Naturschutzbehörde sowie dem Heimatverein Schenklengsfeld.

Verbaut werden rund zwölf Kubikmeter Lärchenholz, das sich durch eine besondere Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Bis Mitte Juni sollen laut Rudolph die Arbeiten am Schenklengsfelder Wahrzeichen abgeschlossen sein, damit Ende Juni unter dem Blätterdach von Deutschlands ältestem Baum wieder standesamtlich geheiratet werden kann.

Von Thomas Landsiedel

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