"Licht in den Wolken"

Iny Lorentz lesen in Schenklengsfeld aus ihrem neuen Roman

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Lesung Iny Lorentz (Iny Klocke und Elmar Wohlrath) in der Gemei nde- und Schulbibliothek Schenklengsfeld.

Schenklengsfeld – Iny Klocke und Elmar Wohlrath stehen für Ränkespiele und Intrigen vor einem aufwendig recherchierten historischen Hintergrund. Aber immer mit Happy-End.

Schenklengsfeld – Seinem spätestens seit der „Wanderhuren-Saga“ bewährten Erfolgskonzept bleibt das Autorenduo Iny Klocke und Elmar Wohlrath auch in seinem aktuellen Roman „Licht in den Wolken“ treu. Davon überzeugten sich am Dienstagabend die trotz schweißtreibender Temperaturen zahlreich erschienenen Bücherfreunde in der rappelvollen Schenklengsfelder Gemeinde- und Schulbibliothek.

Während einer Lesung stellte das Münchner Schriftstellerehepaar, das unter dem Pseudonym Iny Lorentz veröffentlicht, dort mit „Licht in den Wolken“ den zweiten Band seiner Berlin-Trilogie vor. Diesmal ist die Handlung allerdings nicht im Mittelalter angesiedelt, sondern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Zeit der Deutschen Einigungskriege.

Gut 50 Minuten dauerte die eigentliche, sehr lebendig und spannend vorgetragene Lesung bis zur Pause; Zeit genug für Elmar Wohlrath, auch noch seine Lieblingspassage vorzustellen, in der die Heldin einem fiesen Ganoven entkommt, der mit ihr ein stattliches Lösegeld erpressen wollte.

Die an die Pause anschließende Fragerunde bot tiefe und unterhaltsame Einblicke in den Alltag des Autorenpaares, der einer strikten Arbeitsteilung unterliegt. Während Elmar Wohlrath für die historische Recherche und die Rohfassung zuständig ist, überarbeitet Iny Klocke den Text und erstellt daraus in mehreren Schritten, in denen die beiden sich immer wieder abstimmen, die finale Lesefassung.

Fragen aus dem Publikum beantworteten die beiden stets mit feinem Humor und einem Augenzwinkern. Ob es beim gemeinsamen Schreiben nicht zu Differenzen komme, will etwa eine Dame wissen. Gelegentlich fliege schon mal ein „Knautschball“ schmunzelt Klocke daraufhin und ergänzt, dass aus den daraus entstehenden Diskussionen stets einvernehmliche Lösungen hervorgegangen seien. Als am Ende die Fragerunde zeitlich aus dem Ruder zu laufen drohte, wurden den beiden Autoren auf sympathische Art und Weise mit dem Überreichen eines kleinen Präsents das Ende des Abends signalisiert. Das Publikum bedankte sich ebenfalls mit einem herzlichen Applaus.

Weitere Lesungen im Landkreis sind geplant. (tl)

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