Verkaufsoffener Sonntag in Schenklengsfeld

Landeck Open: Trubel in allen Gassen

Kinderschminke: Mina Hilmes (3) und Eliza Hilmes (6) aus Ausbach hatten ihren Spaß während der Landeck Open in Schenklengsfeld. Fotos: Ernst

Schenklengsfeld. Viele Menschen tummelten sich am vergangenen Sonntag in den Gassen Schenklengsfelds. In der Luft lag der Geruch von Gegrilltem, Kinderlachen erfüllte die Straßen und am Weinberg genossen die Besucher bei strahlendem Sonnenschein einen leckeren Wein.

Mit ihren offenen Geschäften und Betrieben präsentierten 25 Mitglieder der Werbegemeinschaft während der sogenannten „Landeck Open“ sowohl sich, als auch viele Angebote und Attraktionen. Und damit hatten sie vollen Erfolg.

Im „Fuxxbau“ bei „Landfuxx Brenzel“ fanden die Besucher alles rund um Tier, Garten, Freizeit, Haus und Hof, während die Kinder ihre Fahrkünste in einem Pedal-Car-Parcours unter Beweis stellen konnten.

Direkt vor dem Betrieb war eine der zahlreichen Haltestellen für den Shuttlebus. Der brachte die Besucher in wenigen Minuten bis zur Haltestelle an der Landecker Straße. Da reihten sich Geschäfte und Attraktionen dicht an dicht. Das DRK zeigte den kleinen Besuchern die spannenden Dinge in einem Krankenwagen. Der Förderverein der Schulen Schenklengsfeld verkaufte leckere Cocktails und die kleinen Besucher probierten sich an der Torwand, um schöne Preise zu gewinnen. Und im Verkaufswagen der Bäckerei Bock gab es jede Menge Sündhaftes für Bauch und Hüften.

Große Anziehungskraft

Besonders große Anziehungskraft übte auch die Ballonkünstlerin „Luftikus“ alias Susan Fischer (45) aus Philippsthal aus. Staunende Kinderaugen verfolgten gebannt jede ihrer gekonnten Handbewegungen. Ein breites Grinsen breitete sich dann auf den Gesichtern der kleinen Besucher aus, wenn sie ihren Eltern die Ballonfiguren zeigten.

Am Fuße der Kirche, direkt an der Hersfelder Straße war der Trubel etwas abgeebbt. Dass nur wenige Meter weiter, in der provisorischen Fußgängerzone, viel los war, war aber noch deutlich zu hören. Viel zu sehen gab es allerdings auch bei Julian Heller (31) aus Landershausen alias „das Schnitzohr“. An seinem Stand verkaufte er seine Holzfiguren, die er eigens mit der Kettensäge erstellt hat. Wer sich jetzt grobgeformte Figuren vorstellt, liegt ganz daneben. Durch sogenannte „Carving-Schienen“ ist das Schwert der Säge nämlich mit mehr und feineren Gliedern ausgestattet. Das ermöglicht eine detaillierte Arbeit am Holz.

Vom Stand des „Schnitzohrs“ konnten die Besucher direkt in das Fachwerkhaus des Malermeisters Alexander Ries. Unter dem Motto „Leben & Renovieren im Baudenkmal“ zeigte der 39-jährige Schenklengsfelder sein modernes Badezimmer. In Eigenarbeit entstanden, möchte er Besuchern zeigen, was für Umbaumaßnahmen in einem Fachwerkhaus realisierbar sind. Die morschen Balken, und alten Baustoffen wichen feuchtepuffernden Materialien wie Lehm und Kalk, ökologischer Dämmung und einem gewichtssparenden Gussasphaltboden. Das ermöglicht eine moderne Wohlfühlatmosphäre.

Eigentlich für April geplant

Geplant war der verkaufsoffene Sonntag eigentlich schon im April. Allerdings hätte es zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich Probleme mit der Gewerkschaft Verdi gegeben: „Wenn es einen verkaufsoffenen Sonntag geben soll, muss immer eine Leitveranstaltung einhergehen. Die muss in jedem Fall größer sein, und mehr Menschen anlocken, als der verkaufsoffene Sonntag“, erklärt der erste Vorsitzende der Werbegemeinschaft Thomas Brenzel(48). Im April gab es allerdings keine Leitveranstaltung. Am vergangenen Sonntag fanden allerdings noch das Weinbergfest und der Tag des offenen Denkmals statt.

Kommentare