Natur und Umwelt im Fokus

Klaus Amlung ist neuer Leiter der Gesamtschule Schenklengsfeld

Erlebnisorientierter Unterricht: Klaus Amlung möchte die ländliche Lage seiner Schule nutzen, um Natur und Umwelt stärker in den Schulunterricht einzubinden. 

Schenklengsfeld. Klaus Amlung (60) ist der neue Leiter der Gesamtschule Schenklengsfeld. Er hat die Nachfolge von Oskar Ruhl angetreten.

Ruhl war mit Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet worden.

Klaus Amlung wird der Schenklengsfelder Bildungseinrichtung mit ihren aktuell 521 Schülern in 27 Klassen vermutlich in den kommenden fünf Jahren als Rektor erhalten bleiben: „Bis 63 muss ich arbeiten und bis 65 will ich“, scherzt er. Zurzeit ist er kommissarisch mit der Leitung der Gesamtschule Schenklengsfeld betraut. „Ich habe baulich und fachlich eine intakte Schule übernommen. Das hat Herr Ruhl mit großem Engagement vorangetrieben“, lobt Amlung seinen Vorgänger.

Er selbst möchte seine Schule in der Region noch stärker präsentieren. „Wir sind nicht nur auf Schenklengsfeld fixiert. Wir müssen uns auch in Hohenroda und Friedewald mehr zeigen und Gesicht gewinnen. Denn unsere Schüler kommen bekanntlich aus allen drei Gemeinden.“

Klaus Amlung arbeitet seit 2009 an der Gesamtschule Schenklengsfeld. Zunächst fungierte er als Gymnasialleiter. Im Jahre 2013 wurde er stellvertretender Schulleiter. Vor der Stelle des Schulleiters hat er Respekt, zeigt sich aber nach eigenen Worten zuversichtlich.

Eigene Ideen möchte er natürlich ebenfalls einbringen. „Unsere Lage auf dem Land sollte zu einem Vorteil werden. Wir müssen die Natur und die Umwelt als Spielraum entdecken und uns im Unterricht mehr mit der Natur beschäftigen.“ Amlung schwebt ein erlebnisorientierter Unterricht vor, der auch sportliche Aktivitäten im Freien mit einbezieht.

„Unser grünes Klassenzimmer ist ein erster Schritt in diese Richtung gewesen.“ Den Schulhof möchte Amlung bewegungsorientierter gestaltet wissen. „Der ist zurzeit leider nur asphaltiert“, führt der neue Schulleiter weiter aus.

Letztlich möchte Amlung die Schüler, die sich doch sehr oft in der virtuellen Welt bewegten, wieder in die Realität zurückholen. „Der Verkopfung des Lebens muss wieder mehr Verleiblichung entgegengesetzt werden. Es gilt also, wieder mehr reale Erlebnisräume zu schaffen.“

Klaus Amlung ist seit 2013 wieder verheiratet. Aus erster Ehe hat er drei erwachsene Kinder. Vor 14 Tagen ist Amlung zum ersten Mal Opa geworden.

Amlungs Frau Sabine ist Leiterin der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule.

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