Einblicke in die russische Seele

„Maxim Kowalew Don-Kosaken-Chor“ begeisterte in der Schenklengsfelder Mauritiuskirche

Prächtig unterhalten: Die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ in der Mauritiuskirche Schenklengsfeld. Von links Valerie Haplichnik, Kiryl Padolski, Evegenij Iakovlev, Anatoli Kunitski, Nikolai Kurshatov, Aliaksandr Lushchyk und Andreji Voranov. Foto: Landsiedel

Schenklengsfeld. Einen musikalischen Einblick in die russische Seele, mal schwermütig und melancholisch, mal übermütig und ausgelassen, immer aber heimatverbunden und tief religiös, gaben am Sonntagnachmittag die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ in Schenklengsfeld.

Die Musikfreunde, die trotz des strahlenden Winterwetters den Weg in die Mauritiuskirche gefunden hatten, bekamen über gut eineinhalb Stunden ein eindrucksvolles und berührendes Hörerlebnis geboten. Unter der Leitung von Valery Haplichnik begeisterten die sieben stimmgewaltigen Sänger mit authentischen Interpretationen kirchlicher Lieder und russischer Folklore.

Während im ersten Teil ausschließlich religiöse Musikstücke wie „Ave Maria“, „Ich bete an die Macht der Liebe“ oder die „Abendglocken“ vorgetragen wurden, stand der zweite Teil ganz im Zeichen russischer Folklore. Von Anatoli Kunitski auf dem Bajan, einer russischen Form des Knopfakkordeons begleitet, sangen die Kosaken mit wechselnden Solisten melancholische Balladen und temperamentvolle Volkslieder aus ihrer Heimat. Insbesondere Evegenij Iakovlev mit seinem unvergleichlich tiefen, aus voller Brust kommenden raumfüllenden Bass, erntete immer wieder überschwenglichen Applaus. Zum Abschluss gab es stehende Ovationen für ein mitreißendes „Kalinka“, das natürlich nicht fehlen durfte. Mit einem ebenso fantastischen „Katjuscha“ als Zugabe ging es dann wieder hinaus in einen kalten Winternachmittag.

Von Thomas Landsiedel

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