Haushalt für Schenklengsfeld eingebracht

Bürgermeister Möller empfiehlt Steuern und Gebühren anzuheben

Carl Christoph Möller

Wehrshausen – Schenklengsfelds Bürgermeister Carl Christoph Möller hat den Gemeindevertretern den Entwurf des Haushaltsplans für 2019 präsentiert. Das Zahlenwerk ist defizitär.

Der Haushalt schließt im Ergebnishaushalt mit einem Fehlbetrag in Höhe von 264 080 Euro ab. Dies mache nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht das Aufstellen eines Haushaltssicherungskonzepts notwendig.

Um den Haushalt konsolidieren zu können, schlägt der Bürgermeister die Anhebung der Grundsteuern A und B sowie die Anpassung der Wasser- und Abwassergebühren vor. Außerdem könnten seiner Meinung nach die beiden kirchlichen Kindertageseinrichtungen in die gemeindlichen Einrichtungen integriert werden.

Die Grundsteuer A für landwirtschaftliche Betriebe sowie die Grundsteuer B für bebaute und unbebaute Grundstücke liegt jeweils bei 480 von Hundert. Im Kreisdurchschnitt betrug die Grundsteuer A im vergangenen Jahr 513,35 Prozentpunkte und die Grundsteuer B 513,5 Prozentpunkte.

In Schenklengsfeld waren die Grundsteuern A und B zuletzt zum 1. Januar 2017 von 350 auf 480 (Grundsteuer A) und von 365 auf 480 (Grundsteuer B nach oben geschraubt worden. Erst ein Jahr zuvor, zum 1. Januar 2016, war die Grundsteuer B von 330 auf 365 angehoben worden.

Der Finanzhaushalt weist mit 5 428 647 Euro ebenfalls einen riesigen Kreditbedarf aus. Als Grund dafür brachte Möller den immensen Nachholbedarf im Bereich der Abwasserbeseitigung vor. Derzeit stehen der Gemeinde noch Finanzmittel in Höhe von 866 082 Euro sowie eine Kreditermächtigung aus dem Jahre 2018 über 1,78 Millionen Euro zur Verfügung. Für die zu errichtende Tagespflege in Oberlengsfeld bekommt die Kommune ein zinsfreies Darlehen in Höhe von 532 300 Euro durch das hessische Ministerium für Soziales und Integration gewährt.

Der aktuelle Schuldenstand der Gemeinde Schenklengsfeld beträgt 17 830 597 Euro. Bis zum Ende des Jahres droht ein Anstieg auf mehr als 20 Millionen Euro.

Der Haushalt soll nun im Finanzausschuss beraten und muss dann von der Gemeindevertretung beschlossen werden.

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