Leuchtturm-Projekt fortsetzen

Beirat Miteinander in Schenklengsfeld geht in die dritte Runde

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Der scheidende Beirat Miteinander der Gemeinde Schenklengsfeld: Karl Honikel, Silke Steer, Kurt Wagner, Stefan Gensler, Marlen von Sierakowsky, Inge Klee, Edith Vollmer, Heinrich Lyding, Hans Hantke. Es fehlt Dr. Frank Klein. Die Gemeinde wird wohl schon in ihrer nächsten Sitzung zum dritten Mal einen neu besetzten Beirat berufen. Die Amtszeit dauert dan n wieder drei Jahre. 

Schenklengsfeld - Die Amtszeit des Beirats Miteinander in Schenklengsfeld ist abgelaufen. Die Gemeindevertretung wird wohl in der nächsten Sitzung das Gremium neu besetzen.

Schenklengsfeld –Der Beirat Miteinander ist von der Gemeindevertretung Schenklengsfeld im Jahr 2010 ins Leben gerufen worden, um sich zuvorderst um die Belange der älteren Menschen in der Großgemeinde zu kümmern.

Nachdem zunächst fünf Ehrenamtliche die Aufgaben des Beirats wahrgenommen haben, wurde nach vier Jahren die Zahl der Mitglieder auf zehn erhöht.

Seit dieser Zeit ist die Seniorenbetreuung auch nicht mehr der Schwerpunkt der Beirats-Arbeit. Vielmehr geht es darum, die unterschiedlichen Generationen zusammenzubringen. Der Beirat setzt sich auch intensiv dafür ein, eine Tagespflege in Schenklengsfeld zu realisieren. Herausgekommen ist schließlich der Generationenhof in Oberlengsfeld.

Dieses Projekt – und das erfüllt die bisherigen Beiratsmitglieder mit stolz – werde im Landkreis und im hessischen Sozialministerium wegen seiner Einzigartigkeit als „Leuchtturm-Projekt“ angesehen und dementsprechend gefördert, erklärt Beiratsmitglied Kurt Wagner aus Wippershain.

Er hat als „Hausarchitekt“ alle notwendigen Zeichnungen, Unterlagen und Planungen in den vergangenen Jahren erstellt und immer wieder zusammen mit politischen Vertretern der Gemeinde den Genehmigungsbehörden und auch dem Versorgungsamt in Fulda vorgelegt und die geforderten Änderungen immer wieder vorgenommen. „Ich habe bestimmt zehn verschieden Fassungen zur geplanten Tagespflege beim Versorgungsamt vorgelegt“, erinnert sich Wagner.

Zwischenzeitlich ist die Amtszeit des Beirats am 30. Juni des vergangenen Jahres abgelaufen. Doch diese „beiratsfreie“ Zeit soll schon bald wieder vorüber sein. Die Gemeindevertretung wird wohl schon in der nächsten Sitzung das Gremium neu besetzen und zehn Beiratsmitglieder berufen.

Denn es gibt auch weiterhin viel zu tun. Nachdem auf dem Generationenhof die Feierscheune und das Café Miteinander in mehr als 4000 freiwilligen Arbeitsstunden unter der Bauleitung von Heinrich Lyding hergerichtet worden sind, geht es nun daran, den Umbau des Wohnhauses auf dem Gelände in Oberlengsfeld zu koordinieren. Dort entsteht eine Tagespflege mit 23 Betreuungsplätzen, die von der Arbeiterwohlfahrt ab 31. Mai 2020 betrieben wird (wir berichteten). Der Komplex wird der Awo von der Gemeinde auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.

Die Umgestaltung des Hauses wird vom Sozialministerium mit 355 000 Euro gefördert. Weitere 532 300 Euro werden durch das Ministerium als zinsfreies Darlehen gewährt. Diese Summe soll dann von der Kommune über die Mieteinnahmen in den nächsten 20 Jahren abgetragen werden. Insgesamt hat Kurt Wagner einen Kostenplan über 940 700 Euro für die Tagespflege erstellt. Zehn Prozent dieser Kosten sollen durch Eigenleistungen erbracht werden. Auch das wird den engagierten Beiratsmitgliedern und ihren Mitstreitern wohl gelingen.

Zur Unterstützung der Gemeinde und des Beirats – um Spenden und Fördergeld zu akquirieren – ist Ende Juni 2016 der Förderverein Generationenhof gegründet worden.

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