Buntes Markttreiben

700 Jahre Wippershain: Kleines Dorf feiert groß

Stimmung: Beim bunten Markttreiben am Sonntag präsentierte sich das ganze Dorf Wippershaim zum 700-jährigen Bestehen. Zur Unterhaltung spielte auch der Musikzug Eiterfeld-Arzell auf. Fotos: Konopka

Wippershain. Ein kleines Dorf mit Aussicht bewies, dass es groß feiern kann. Die Einwohner von Wippershain zeigten mit einem dreitägigen Fest der Welt stolz, dass ihr Dorf 700 Jahre alt ist. Der vielköpfige Festausschuss hat in über zweijähriger Arbeit ein beeindruckendes Programm auf die Beine und Bühne gestellt. Hut ab.

Am Sonntag war der Höhepunkt ein bunter Markttag im ganzen Dorf. Ortsvorsteher Horst Wagner und seine Mitstreiter, in leuchtendgrünen „700 Jahre Wippershain-T-Shirts“ gekleidet, begrüßten an den Ortseingängen die Besucher. Mit einem Gottesdienst in der Kirche, musikalisch begleitet durch den Posaunenchor Erdmannrode, startete Wippershain in den sonnigen Tag. In der Kirche sind nun zwei „Quilts“ zu bewundern. Das sind Patchwork-Wandteppiche, in denen Bürger ein für sie bedeutendes Stoffstück eingearbeitet haben. Der Spielmannszug Eiterfeld-Arzell eröffnete das bunte Markttreiben im alten Ortskern. An vielen Verkaufsständen beim Bauernmarkt, sowie auf dem Kreativ-Hof war manch schönes Ding für daheim zu finden. Bauer Berlet zeigte auf seinem offenen Hof die Kälberaufzucht. Das war natürlich auch für Kinder sehr interessant.

Die weiteste Anreise hatte wohl der sympathische Leierkastenmann Gerhard Krems aus Weigelsdorf, nahe der Wiener Neustadt, der vor dem Kartoffel-Hof spielte. Seine Mutter Martha Krems, geborene Möller, lebte bis vor zwei Jahren in Wippershain. Nun hat Krems sie zu sich nach Wien geholt. Berufskollege „Hessen Helmut“ spielte „als Stimmungsmacher im Handumdrehn“ vor der Dorfkirche Drehorgel, natürlich mit Luther im Hintergrund.

Der Bildhauer und Maler Bernd Weyland zeigte, wie auch andere Handwerker im Dorf, seine Arbeit und sprach im idyllischen Gärtchen mit den Besuchern. Für den Hunger servierten Irene, Claudia und Hanna echt hessisches Duckfett und Schnippchen mit Pellkartoffeln. (ko) 

Was Wippershain und New York gemeinsam haben, lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Zeitung und im E-Paper. 

700 Jahre Wippershain: Buntes Markttreiben im Ortskern

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