Weit über 3000 Besucher

650 Jahre Hilmes: Sonne lachte überm Jubiläumsdorf

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Gut besucht: weit über 3000 Besucher kamen zum Juiläum in Hilmes. Hier ein Blick auf die Dorfstraße, im Hintergrund die Kirche.

Hilmes. Mit einem strahlend blauen Bilderbuch-Himmel gratulierten die Wettergötter den Hilmesern zu ihrem 650-jährigen Ortsjubiläum. Monatelang hatten die Einwohner des 1367 erstmals als Hyldemundes urkundlich erwähnten Schenklengsfelder Ortsteils die große Jubiläumsfeier akribisch geplant, eine aufwendig gestaltete Dorfchronik erstellt und ihr Dörfchen liebevoll herausgeputzt.

Am Sonntag konnten die Hilmeser nun ihren mehr als verdienten Lohn für die Mühen der vergangenen Monate einfahren. Einfach alles passte an diesem Tag zusammen. Die Sonne strahlte mit den Jubilaren um die Wette, die Organisation lief wie am Schnürchen, Gratulanten und Besucher strömten in Scharen in das Dörfchen unter dem Landecker.

Lediglich der Versuch, während des von Pfarrerin Marie-Therese Eckardt gehaltenen Festgottesdienstes den „Hilmeser-Glocken-Kanon“ zu singen, gelang erst nach einigen Startschwierigkeiten. Vielleicht eine Folge des bis in den frühen Morgen dauernden Festkommers vom Samstagabend. Musikalisch jedenfalls voll auf der Höhe zeigte sich einmal mehr der Schenklengsfelder Posaunenchor unter der Leitung von Sabine Pilz.

Bis sich die Tische bogen

Im Anschluss an den Gottesdienst war bereits die Mittagstafel gedeckt. Und zwar so, daß sich förmlich die Tische bogen. Ob Rouladen mit Klößen und Rotkraut, Krustenbraten, Pellkartoffeln mit Schnippchen oder Zwiebelkuchen, es war für jeden etwas dabei und niemand musste hungrig nach Hause gehen.

Im Ort warteten zahlreiche Attraktionen auf die Gäste. So konnten unter anderem alte Traktoren besichtigt werden, man konnte Handwerkern wie einem Kunstschmied oder einem Rechenmacher über die Schulter schauen und es lockte ein märchenhafter Pfarrgarten, der – liebevoll mit Themen aus Grimms Märchen dekoriert – zum Staunen und Verweilen einlud.

650 Jahre: Hilmes feiert Dorfjubiläum

Die jüngsten Besucher konnten sich auf einer „ökologischen Hüpfburg“ – aufeinander gestapelte Strohballen – austoben, unter Anleitung mit einer Armbrust schießen, ihre Kuscheltiere zum Puppendoktor bringen oder einer Märchenerzählerin lauschen.

Bei Jung und Alt heiß begehrt waren übrigens die Pitzkuchen aus Omas gußeisernem Waffeleisen. Mit dieser großartigen Feier endet vorerst der Reigen der Schenklengsfelder Ortsjubiläen, bevor er in etwa 22 Jahren in die nächste Runde geht.

Von Thomas Landsiedel

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