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Kompetent am Unfallort: Fortbildung für Helfer vor Ort

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Auch die Geräte zur Personenrettung durften ausprobiert werden: Um kompetente Hilfe am Unfallort ging es bei der Fortbildung für die Helfer-vor-Ort-Gruppen in Schenklengsfeld. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken. © privat

Schenklengsfeld. Rettungsmaßnahmen bei Verkehrsunfällen standen im Mittelpunkt einer Fortbildung für die Mitglieder der drei Helfer-vor-Ort-Gruppen im Landkreis (kurz HvO) sowie der Bergwacht Sektion Neuenstein, die jährlich vom Landratsamt Bad Hersfeld veranstaltet wird.

30 Mitglieder folgten der Einladung zur Fortbildung, die bei der Freiwilligen Feuerwehr Schenklengsfeld stattfand.

Thorsten Bloss, beim Landkreis verantwortlich für den Fachdienst Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, und Dr. Bardo Kürten, Ärztlicher Leiters des Rettungsdienstes, begrüßten die Teilnehmer.

Gefahren an der Einsatzstelle

Der Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Schenklengsfeld, Torsten Wennemuth, wies die Helfer am Beispiel von konkreten Unfällen aus dem Vorjahr anschaulich auf die Gefahren an einer Einsatzstelle sowie das korrekte Verhalten als Ersthelfer hin. Neben Rechtsgrundlagen wurden auch die technischen Möglichkeiten zur Befreiung eingeschlossener Personen im Pkw mit Einsatz von Rettungsgerät durch die Feuerwehr aufgezeigt.

Im Anschluss an den Theorieteil durften die Teilnehmer an Gerätschaften zur Personenrettung selbst Hand anlegen, um einen Eindruck der Funktionsweise der Geräte zu bekommen.

Notfallsanitäter Marc Simon Becker informierte über unterschiedliche Verletzungsmuster. Er erläuterte dabei die Vorgehensweise der Patientenuntersuchung vor Ort, möglichst rasch kritisch Unfallverletzte von weniger kritischverletzten Personen unterscheiden zu können. Der Vortrag endete mit dem Leitsatz: „Was zuerst zum Tode führen kann, muss zuerst behandelt werden.“

144 Notfalleinsätze

Dr. Kürten gab den Teilnehmern einen statistischen Überblick über die im vergangenen Jahr insgesamt in allen drei HvO-Systemen geleisteten 144 Notfalleinsätze und deren Ursachen.

Fast die Hälfte aller Notfälle waren der Inneren Medizin zuzuordnen wie zum Beispiel Herz-Kreislaufprobleme. An zweiter Stelle folgten Notfälle mit chirurgischer oder neurologischer Ursache. Kürten dankte allen Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement hinsichtlich kompetenter Erste-Hilfe-Leistungen, die als zeitliche Überbrückung bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts von großem Nutzen für die Patienten sind. (red/ks)

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