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Kelle raus um Mitternacht

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Begleitet von Sicherungsposten nimmt ein Beamter der Bereitschaftspolizei einen Kofferraum unter die Lupe.  Foto: Polizei
Begleitet von Sicherungsposten nimmt ein Beamter der Bereitschaftspolizei einen Kofferraum unter die Lupe. Foto: Polizei

Heringen/Vacha. In einer Gemeinschaftsaktion kontrollierten Polizisten an der Landesgrenze von Hessen und Thüringen Personenwagen und Insassen.

Dabei missachtete ein 39-jähriger Mann aus Gerstungen bei Nacht und Nebel zunächst das Anhaltesignal eines Polizeibeamten, wurde dann aber doch gestoppt und kontrolliert.

Dabei stellte sich heraus, dass der Autofahrer mehr Alkohol im Blut hatte, als das die Polizei erlauben kann. Ein erster Test ergab einen Wert von 1,28 Promille. Die Polizei stellte den Führerschein sicher und ordnete zur Beweissicherung eine Blutprobe an.

Mit 0,69 Promille Alkohol im Blut war ein 19-jähriger Fahrer aus Heringen unterwegs. Dazu stellten die Beamten fest, dass der junge Mann Haschisch konsumiert hatte. Im Auto spürte die Polizei noch 0,5 Gramm Cannabis auf. Das Rauschgift wurde sichergestellt. Die Polizei erstattete Strafanzeige wegen des illegalen Besitzes und Erwerbs von Betäubungsmitteln. Dazu hat der Heringer noch ein Verfahren wegen des Fahrens unter Alkohol und Betäubungsmitteln am Halse. Für Fahranfänger wie den 19-Jährigen gilt eine strikte 0,0-Promille-Grenze.

Ansonsten stellte die Polizei nur geringe Verstöße fest. Wie Defekte an der Beleuchtung, nicht angelegte Gurte und daheim vergessene Fahrzeugpapiere oder Führerscheine fest.

65 Autos durchleuchtet

Das Polizeipräsidium Osthessen hatte 20 Beamte eingesetzt. Bedienstete der Polizeistation Bad Hersfeld, der Polizeiinspektion und der Bereitschaftspolizei aus Lich kontrollierten auf der Landesstraße 3172, auf der Leimbacher Straße und am Ortseingang der Bundesstraße 62 vor Vacha 65 Personenwagen und 103 Fahrzeuginsassen. In erster Linie sollte damit im Rahmen der hessisch-thüringischen Sicherheitskooperation gezielt gegen den Alkohol- und Drogenmissbrauch am Steuer vorgegangen werden.

Das Polizeipräsidium hatte solch groß angelegte, aber auch kleinere Kontrollen angekündigt. „Gerade in der Karnevalszeit wird die Polizei die Alkohol- und Drogenkontrollen fortführen“, warnt Polizeisprecher Manfred Knoch. Damit wolle man schwere Verkehrsunfälle aller Art verhindern. Es müsse nicht immer Alkohol- und Drogenmissbrauch sein. Auch Tempokontrollen seien angesagt. „Bei überhöhter Geschwindigkeit geschehen schwere Verkehrsunfälle auf unseren Straßen“, mahnt Polizeisprecher Knoch.

Von Kurt Hornickel

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