Kosten stiegen

Kein Geld für Rathaussanierung: Schenklengsfeld wird Projekt wohl zu den Akten legen

Die Schenklengsfelder Gemeindevertreter werden sich in ihrer Sitzung am kommenden Mittwoch endgültig von der Sanierung des Rathauses verabschieden müssen.

Am Donnerstag haben bereits die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig beschlossen, dieses Vorhaben endgültig zu den Akten zu legen.

Grund: Für dieses freiwillige Projekt würde die Gemeinde ohnehin keine Genehmigung erhalten. Landrat Dr. Michael Koch hat den Haushalt 2019 der Gemeinde nämlich mit einigen Verfügungen gespickt. So wurden die geplanten Gesamt-Investitionen in Höhe von 6,2 Millionen Euro um 1,5 Millionen Euro zusammengestrichen. Lediglich Pflichtaufgaben dürfen noch in Angriff genommen werden. Es werden wohl nur dringende Abwasserprojekte in abgespeckten Versionen umsetzbar sein.

Die Rathaussanierung, die sich in den vergangenen Monaten finanziell immer mehr zu einem Fass ohne Boden entwickelt hatte, wäre mit Aufwendungen von bis zu 1,4 Millionen Euro auch unter anderen finanziellen Voraussetzungen nur schwer umsetzbar gewesen. Auf die Zuwendung von 288.495 Euro wird die Gemeinde nun verzichten.

Bisher wurden für die Rathaussanierung 115.653 Euro aufgewendet. Für ein Mietobjekt, in das die Verwaltung während der Umbauzeit ziehen sollte, sind bereits 29.400 Euro angefallen.

Rubriklistenbild: © Ludger Konopka/Archiv

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