Bei der Einweihung des Bürgertreffpunkts wurde Bilanz der Dorferneuerung gezogen

Sie haben sich ihr Haus verdient

Spaß bei der Einweihungsfeier in den Anlagen am Motzfelder Gemeinschaftshaus: Sebastian Pfannkuch fängt einen Schaumkuss im vollen Flug. Foto: Milbrandt

Motzfeld. „Die Motzfelder haben sich ihr Haus verdient“, erklärte der Friedewalder Bürgermeister Martin Gröll am vergangenen Freitag, als im Saal Bock die Einweihung des Motzfelder Dorfgemeinschaftshauses gefeiert wurde (siehe auch HZ vom Samstag). „Alle haben mitgeplant und mitgeholfen. Selten erlebt man so eine aktive Gemeinschaft.“

Die Eigenleistungen der Einwohner in der Dorferneuerungsphase seit 2004 seien kaum mit Geld zu beziffern. „Ich würde sie in den höheren fünfstelligen Bereich einordnen“, meinte Gröll.

Das Dorfgemeinschaftshaus entstand ab 2008 nach den Plänen des Neuensteiner Architekten Albert Hess auf der Grundlage des alten Schulgebäudes von 1920. Insgesamt stehen dort jetzt 450 Quadratmeter zur Verfügung, darunter ein Saal und eine Küche im Erdgeschoss und Vereinsräume im Obergeschoss. Das neu errichtete Treppenhaus stellt auch die Verbindung zum Feuerwehranbau her.

Dach ausbaufähig

Das Dachgeschoss bietet die Möglichkeit, dass sich die Ortsjugend dort in Zukunft selbst Räume ausbaut. Die Holzpelletsheizung hat schon den ersten Winter erfolgreich überstanden.

Im Außenbereich wurden Kinderspielgeräte und ein hölzerner Pavillon aufgebaut sowie ein künstlicher Hügel angelegt.

Weil die Gemeinde den Bewilligungsbescheid über den Landeszuschuss für den Feuerwehranbau erst in diesem Jahr erhielt, war es nicht möglich, beide Maßnahmen parallel zu bauen. Der Schlüssel für das Spritzenhaus soll am kommenden Samstag an die Motzfelder Feuerwehr übergeben werden.

470 000 Euro wurden vom Land als förderfähige Kosten für das Gemeinschaftshaus anerkannt, dazu gab es einen Zuschuss von 253 000 Euro.

Während der Eröffnungsfeier erhielt Ortsvorsteher Peter Scheer den Generalschlüssel und ein gerahmtes Bild des fertigen Gemeinschaftshauses von Bürgermeister Gröll. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Gröll wiesen in ihren Ansprachen darauf hin, dass die noch für Motzfeld gültige Förderquote von 70 Prozent für öffentliche Maßnahmen in der Dorferneuerung in Zukunft nicht mehr gewährt werde.

Im weiteren Verlauf der Feier wurde in einer Ausstellung sowie mit einer Bildprojektion der Werdegang der Dorferneuerung dargestellt. Zur Unterhaltung von Kindern und Erwachsenen wurde unter anderem eine Schaumkuss-Schleuder eingesetzt.

Auf reges Interesse stieß die Präsentation des Bogenschützen-Vereins „Silent Hunters Friedewald“. Die „stillen Jäger“ wollen zukünftig ihre Übungen mit Pfeil und Bogen im Motzbachtal absolvieren.

(jm/z) Hintergrund

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