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Der Geist von Friedewald

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Die hessische SPD scheint in Friedewald ihr persönliches Wildbad Kreuth gefunden zu haben. Geradezu überschwänglich präsentierten sich die Genossen im Schatten der alten Trutzburg. Doch statt am historischen Ort Vergangenheitsbewältigung zu betreiben, wurde mutig in die Zukunft geschaut. Die bösen Geister von einst spuken nicht mehr.

Gewiss, vieles vom dem, was nun als Erneuerung und Kurskorrektur verkündigt wird, klingt noch arg nebulös und bedarf einiger Diskussionen. Aber die SPD hat deutlich gemacht, dass sie wieder mitgestalten will.

Auch für die Region ist der Hessengipfel ein Gewinn. Einige hatten wohl befürchtet, dass „unser“ Bundestagsabgeordneter Michael Roth als SPD-General die Heimat vernachlässigen könnte. Nun hat er das Gegenteil bewiesen und tüchtig Werbung für Waldhessen gemacht. Zwar haben manche Medien-Kollegen mit dem Ort noch ihre Schwierigkeiten, sprechen von Friedewald bei Gießen oder gar vom Friedwald. Doch von Beerdigung keine Spur – eher von Auferstehung. Der gute Geist von Friedewald wirkt sehr lebendig.

struthoff@hersfelder-zeitung.de

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