Investor darf Trasse durch den Wald bauen

Windpark Roteberg: Zufahrt genehmigt

Hersfeld-Rotenburg. Der Weg für den Bau des Windparks auf dem Roteberg zwischen Friedewald und Bad Hersfeld ist frei.

Das Regierungspräsidium Kassel (RP) hat den Bau von Zufahrt und Kabeltrasse zum Umspannwerk Hohe Luft genehmigt. Das bestätigte der Pressesprecher des Regierungspräsidiums, Michael Conrad. Für die Schwertransporte zu den Bauplätzen der fünf bereits genehmigten Windräder gab es bislang keine Zufahrt, da alle Trassenvarianten am Widerstand der betroffenen Grundstückseigentümer oder -pächter scheiterten. Die neue Baustraße soll etwa 1,5 Kilometer nördlich der Heiligenmühle zwischen Friedewald und den Rastplätzen von der B62 abzweigen. Aus naturschutzrechtlichen Gründen darf nur bis Ende Februar gerodet werden.

Das Vorhaben solle im Jahr 2018 realisiert werden, erklärte der Leiter der Projektrealisierung beim Investor CPC Germania, Matthias Hladky. Der genaue Zeitplan sei allerdings abhängig vom Ergebnis einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur, welches am 1. Februar erwartet wird. Sofern der Park bis Ende 2018 in Betrieb ginge, hätte das Unternehmen eine festgelegte Einspeisevergütung bekommen können. Der Verzeicht darauf sei schon vor der Übernahme durch CPC Germania erklärt worden, so Hladky. Der Bau der Windräder gilt nach Auskunft von RP-Sprecher Michael Conrad bereits mit der Rodung der Bauplätze als begonnen – die Genehmigung, die anderenfalls im Februar ausgelaufen wäre, habe damit weiterhin Bestand.

„Es ist ein Skandal, dass weitere 13 000 bis 15 000 Quadratmeter intakte Waldflächen nur für den Bau der Zufahrt geopfert werden können – ganz abgesehen von den möglichen Folgeschäden für Natur und Mensch, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald, Thorsten Sindel. Die BI ziehe deshalb rechtliche Schritte in Erwägung. 

Von Jan-Christoph Eisenberg

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