Mit dem Rad durchs Gelände - Bauarbeiten für Bikepark in Friedewald haben begonnen

Ein Mann steht auf einem Erdhügel. Dort soll ein Bikepark entstehen.
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Rampen für Radsportler: Investor Carsten Roppel auf einem der bereits fertiggestellten Sprunghügel der Dirt-Jumpline des künftigen Bikeparks in Friedewald.

Vor den Toren von Friedewald entsteht derzeit der erste Bikepark in der Region, der Strecken unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade bietet.

Friedewald – Die Sprunghügel aus roter Erde der Dirt-Jumpline zeichnen sich bereits deutlich ab. Andere Strecken wie Flow-Trail, Enduro-Trail oder E-Bike-Uphill-Trail lassen sich hingegen bislang nur anhand von Fähnchen zwischen Büschen und Bäumen erahnen. Bereits Anfang Juli sollen hier, vor den Toren von Friedewald, die ersten Mountainbiker und E-Bike-Fahrer rasant den Abhang hinabrollen – und anschließend wieder bergauf.

Ein Team der auf den sogenannten Action-Sport spezialisierten Firma Schneestern aus dem Allgäu hat mit schwerem Gerät begonnen, die Strecken für den geplanten Bike-Park zu modellieren. „Das sind Spezialisten, die sich mit Streckenführung und Kurvengestaltung auskennen“, betont Investor und Betreiber Carsten Roppel. Der Inhaber einer Firma für Erdarbeiten und Baustoffrecycling ist selbst begeisterter Mountainbiker und Rennradfahrer. Auf dem Areal hinter dem Sedansplatz hat seine Familie einst Friedewalder Sandstein abgebaut. Später wurde der Steinbruch als Deponie genutzt. Der nun abgedeckte und begrünte Hügel sei aus Radfahrer-Sicht einfach zu schade, um ihn ungenutzt zu lassen, erklärt der Unternehmer, wie die Idee für das Freizeit-Sportgelände entstanden ist.

Fünf Strecken – zwischen 65 und 650 Meter lang – mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden werden im ersten Bauabschnitt in den Hang modelliert. Sie führen mit verschiedenen Breiten, Neigungen und Bodenverhältnissen zum 30 Meter tiefer gelegenen Ziel. Während sich der Flow-Trail für die ganze Familie eigne, sei auf dem Enduro-Trail Fahrtechnik gefordert, verdeutlicht Carsten Roppel. Auch dort werde es jedoch sogenannte Chickenways geben – Wege, auf denen die Hindernisse umfahren werden können. Vom Zielpunkt führen zwei Uphill-Trails – einer davon speziell für E-Bike-Fahrer – wieder hinauf zum Startplateau. Dort ist auf einer Schotterfläche bereits ein Geschicklichkeitsparcours entstanden, den die Mountainbike-Agentur Rhöntrail künftig für Fahrkurse nutzen wird. In Kooperation mit dem neuen Fahrrad-Fachmarkt im Gewerbegebiet will Roppel zudem Leihräder für Gäste ohne eigene Ausrüstung anbieten.

Vor der Kulisse des Dreienbergs: Noch sind die Baumaschinen auf dem Plateau im Einsatz, von dem aus ab Ende Juni die Radfahrer im neuen Bikepark Friedewald bergab rollen sollen. Der Hügel, von dem aus das Foto aufgenommen wurde, soll im zweiten Bauabschnitt in die Strecken eingebunden werden.

In einem zweiten Bauabschnitt werde dann ein bereits aufgeschütteter Hügel in die Trailstrecken eingebunden. Der Höhenunterschied zwischen Start- und Zielpunkt beträgt dann etwa 50 Meter. Auf der Rückseite dieses Starthügels könnte in einem dritten Bauabschnitt ein Pumptrack entstehen – eine Art geschlossener Rundkurs mit Wellen und Steilkurven. Der weitere Ausbau sei letztendlich aber auch davon abhängig, wie die neue Attraktion angenommen wird. Vom Erfolg seines Projekts ist Carsten Roppel nicht nur wegen der zentralen Lage unweit der Autobahnabfahrt überzeugt: „Etwas Vergleichbares gibt es in 70 Kilometern Umkreis nicht“, betont er.

Am Biergarten auf dem Sedansplatz, der den Eingangsbereich bilden wird, entsteht derzeit ein Gastronomie- und Kassengebäude. Sanitäre Anlagen werden im benachbarten Tennis-Clubhaus mitgenutzt. Die Investitionen in das Projekt beziffert Carsten Roppel, der bei den Arbeiten auch auf Maschinen und Material aus seinem Betrieb zurückgreift, auf rund 400 000 Euro. Geöffnet sein wird das Gelände in der Saison voraussichtlich von Dienstag bis Freitag ab 14 Uhr und am Wochenende ganztags bis Einbruch der Dunkelheit. (Jan-Christoph Eisenberg)

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