Gewerbegebiet in Friedewald soll weiter wachsen

Industriegebiet West: Interessent für 13 Hektar

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Platz für neue Firmen: Das Gewerbegebiet Friedewald-West soll links vom Autobahnzubringer zwischen Erdwall und Autobahn entstehen. Ein Investor, dessen Namen die Gemeinde noch nicht nennt, hat Interesse an 13 Hektar Fläche.

Friedewald. Mehrere hundert zusätzliche Arbeitsplätze könnten in der Gemeinde Friedewald entstehen: Ein Unternehmen habe Interesse am nördlichen Teil des Industriegebiets West.

Das berichtete Bürgermeister Dirk Noll am Mittwochabend während der Sitzung der Gemeindevertretung im Dorfgemeinschaftshaus Motzfeld.

Die Firma, deren Namen die Gemeinde bislang nicht nennt, wolle zwischen 2020 und 2027 Logistik-, Verwaltungs-, und Produktionsgebäude errichten und benötigt dafür rund 13 Hektar Fläche – was laut Noll dem gesamten Bereich zwischen Lärmschutzwall und Autobahn entspricht. Eine entsprechende Absichtserklärung soll in Kürze unterzeichnet werden.

Wie schon bei den Neubaugebieten sollen Grunderwerb und Erschließung von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) als Treuhänderin abgewickelt werden. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter deshalb, 20 Grundstücke in die Vereinbarung über Bodenbevorratungsmaßnahmen aufzunehmen. Die bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen sind insgesamt rund 12 Hektar groß und sollen für 15 Euro pro Quadratmeter erworben werden – das entspricht einem Kaufpreis von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro. Durch diese Erweiterung umfasst die Vereinbarung mit der HLG nun eine Gesamtfläche von 19,6 Hektar zum Gesamtpreis von 2,9 Millionen Euro.

Neben Privateigentümern bringt auch die Gemeinde Friedewald zwei insgesamt rund 6100 Quadratmeter große Grundstücke ein. Deren Verkauf für rund 92100 Euro an die Treuhänderin stimmten die Gemeindevertreter ebenfalls einstimmig zu.

Ohne Gegenstimme machte das Gemeindeparlament mit der entsprechenden Änderung der Friedhofs- und Gebührenordnung auch den Weg frei für die Einführung von Rasengräbern auf dem Friedhof in der Kerngemeinde. Ab Spätherbst sollen Erd- und Urnenbestattungen in einer Rasenfläche möglich sein. Auf eingefassten Streifen zwischen den Gräbern haben Angehörige die Möglichkeit, Grabsteine aufzustellen oder Blumengestecke niederzulegen. Liegende, in die Grasnarbe eingelassene Grabmale sind hingegen nicht zulässig.

So soll es aussehen: Rasengräber – wie hier auf dem Friedhof Hönebach – werden ab Spätherbst auch in Friedewald angeboten. Foto: Gemeinde Friedewald/nh

Die Nutzungsgebühren für die Rasengräber liegen über denen für die herkömmlichen Bestattungsformen: Für die Nutzungsdauer von 25 Jahren kostet ein Einzelrasengrab 1500 Euro (Einzelgrab: 900 Euro), ein Doppelrasengrab 3000 Euro (Doppelgrab: 1800 Euro) und ein Urnenrasengrab 600 Euro (Urnengrab: 350 Euro).

Bürgermeister Dirk Noll begründete dies mit dem höhren Aufwand: Mit der Pflege der Fläche und dem Abräumen des Grabes nach Ablauf der Ruhefrist übernehme die Gemeinde Aufgaben, die bei herkömmlichen Gräbern den Angehörigen zufallen. (jce)

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