Gemeinde Friedewald steigt in Bauleitplanung ein

Hähnchenmastanlage in Hillartshausen soll wachsen

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Soll auf die doppelte Größe erweitert werden: Die Hähnchenmastanlage der Familie Weitz bei Hillartshausen.

Hillartshausen. Dass zur Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend sämtliche Zuschauerplätze in Bürgerbegegnungssstätte Lautenhausen unbesetzt blieben, sorgte bei Bürgermeister Dirk Noll und der Parlamentsvorsitzenden Birgit Licht sichtlich für Verwunderung .Schließlich stand mit dem Hähnchenmaststall im Ortsteil Hillartshausen ein Thema auf der Tagesordnung, das vor rund fünf Jahren die Gemüter in der Dreienberggemeinde erhitzt hatte. 

Jetzt will die Betreiberfamilie Weitz die Anlage um eine baugleiche Halle erweitern. Die Zahl der in einem Durchgang gemästeten Tiere würde sich damit auf 107 000 verdoppeln (unsere Zeitung berichtete).

Den Grundsatzbeschluss, in die entsprechende Bauleitplanung einzusteigen, fassten die Gemeindevertreter am Mittwoch einstimmig bei vier Enthaltungen. Ob es überhaupt ein Genehmigungsverfahren für die Erweiterung geben wird, stand dabei allerdings auch nicht zur Debatte – sonder vielmehr die Frage, ob mit oder ohne Beteiligung der Gemeinde. Denn eigentlich handelt es sich bei landwirtschaftlichen Einrichtungen im Außenbereich um sogenannte privilegierte Bauvorhaben, über welche das Regierungspräsidium entscheidet.

Für diese Variante müssen die Betreiber allerdings über genügend Flächen verfügen, um theoretisch mehr als die Hälfte des benötigten Futters selbst erzeugen zu können. Genau das ist in Hillartshausen der Knackpunkt: Bei einer Informationsveranstaltung im Februar war von rund 100 Hektar fehlender Fläche die Rede.

Deshalb ist das Bauleitverfahren nötig, in dem die Gemeinde Auflagen auch formulieren kann. 

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