Fördergeld für Wildeck, Friedewald und Niederaula

Gemeinden sparen durch Kooperation beim Straßennetz

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Übergabe des Förderbescheids: Unser Bild zeigt – von links – die Bürgermeister Thomas Rohrbach (Niederaula) und Dirk Noll (Friedewald), Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Bürgermeister Alexander Wirth (Wildeck) und den SPD-Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke. Das vollständige Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuz oben rechts klicken. 

Die Gemeinden Wildeck, Friedewald und Niederaula wollen künftig ihre Straßen gemeinsam bewirtschaften. Dafür gibt es Geld vom Land Hessen.

Einen Förderbescheid über 35 000 Euro übergab Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke am Mittwochnachmittag im Beisein des Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke im Friedewalder Rathaus an die Bürgermeister Dirk Noll (Friedewald), Thomas Rohrbach (Niederaula) und Alexander Wirth (Wildeck). Das Geld dient als Starthilfe für die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) der drei Gemeinden beim Aufbau eines gemeinsamen Datenportals zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihres kommunalen Straßennetzes.

Dr. Lübcke bezeichnete das Straßennetz als „langfristige Wertanlage“ und betonte, dass die Infrastruktur gerade im ländlichen Raum stimmen müsse. Um die vorhandenen Mittel effizient einzusetzen, sei die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene verbunden mit der Bündelung des vorhandenen Know-hows unabdingbar. Dabei setze er auf die kommunale Selbstverwaltung, in die er „vollstes Vertrauen“ habe, so der Regierungspräsident weiter, schließlich „spreche man in Nordhessen miteinander auf Augenhöhe“.

Friedewalds Bürgermeister Noll, der den Bescheid stellvertretend für seine Amtskollegen entgegennahm, freute sich, dass das Gemeinschaftsprojekt nach mehr als zwei Jahren Vorbereitungszeit mit der endgültigen Förderzusage nun in trockenen Tüchern sei. Im nächsten Schritt werde die Verkehrswege-Infrastruktur der drei Gemeinden durch das Büro „Kommunal Consult Becker“ erfasst. Die gewonnenen Daten wie Straßenzustand, Beleuchtung, Beschilderung usw. sowie die zu erwartenden Kosten für Unterhalt und Sanierung werden anschließend in ein Geographisches Informationssystem (GIS) eingepflegt, auf das die Gemeinden über ein gemeinsames Datenportal zugreifen können.

Den Entscheidungsträgern stehe damit auf der Basis belastbarer Daten ein wertvolles Instrument für den zielgerichteten Einsatz der zumeist knappen Finanzmittel zur Verfügung, so Noll weiter. Die durch die IKZ jährlich erzielbaren Einsparungen bezifferte er auf etwa 40 000 Euro.  

Von Thomas Landsiedel

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