Nachwuchs absolvierte das Tatzenabzeichen

Beim Gemeindefeuerwehrtag in Friedewald durften die Besucher selbst ran

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Wasser und Fett und schon steht die Bratpfanne in Flammen: Wehrführer Chris Herbart demonstierte die Gefahren der explosiven Mischung.

Beim Gemeindefeuerwehrtag in Friedewald zeigten die Brandschützer nicht nur ihr Können, sie teilten ihr Wissen auch mit den Besuchern.

Sie haben sich zusammengetan und einen Entschluss gefasst: Die Wehrführer der Feuerwehren Motzfeld, Lautenhausen, Friedewald und Hillartshausen haben sich für ihren Gemeindefeuerwehrtag etwas Neues überlegt. „Wir wollten, dass die Besucher nicht nur zuschauen, sondern Schere und Spreizer selbst ausprobieren“, erklärte Gemeindebrandinspektor Günter Scheer. An drei Stationen, rund um das Feuerwehrhaus in Motzfeld tüfteln die Besucher nun am Samstagmittag an ihren Rettungs- und Löschfähigkeiten.

Dass eine Schere der Feuerwehr 25 Kilogramm wiegt, wie ein Feuerlöscher funktioniert und was passiert, wenn ein Schnapsglas voll Wasser auf heißes Öl trifft – die spielerischen Stationen auf dem Fest simulierten den Ernstfall. Und sie alle dienten einem Zweck: Sie sollten aufrütteln und zur Vorsicht mahnen, und zeigten gleichzeitig das beherzte Eingreifen der Feuerwehr, wenn es doch zum Unglück kommt. Die Stationen zeigten das Pflichtbewusstsein und die Aufgabe der Feuerwehr, Brände zu bekämpfen, um am Ende Menschenleben zu retten.

Stolz: Die Geehrten. 

Das weiß auch Bürgermeister Dirk Noll. Er würdigt in seiner Ansprache die Arbeit der Feuerwehren, ist stolz auf das gerade angeschaffte Leiteinsatzfahrzeug und der Bürgermeister versprach noch mehr Neuerungen: Ein brandaktuelles Staffelleitfahrzeug soll her und das Feuerwehrhaus der Hillartshäuser steht ebenfalls auf Nolls Agenda.

Bei dem Fest der Wehren ging es aber nicht nur um die Ausrüstung, sondern vor allem um die Lebensretter selbst. Besonders den jahrelangen Einsatz Einzelner würdigten Kreisverbandsinspektor Marco Kauffunger und der Verbandsvorsitzende der Kreisfeuerwehren, Thomas Specht. Für 50 Jahre im Verband wurden Klaus Berger und Horst Deiseroth geehrt. Nach 40 Jahren wurden Karl-Heinz Rohrbach, Friedhelm Schönewolf, Reinhold Kopas und Thorsten Emmerich, Harald Weitz und Jörg Teichgräber ausgezeichnet. Außerdem erhielt Brandinspektor Günter Scheer das Goldene Brandschutzabzeichen am Bande, nach 40 aktiven Jahren, und Steffen Heger das Silberne Brandschutzabzeichen nach 25 aktiven Jahren.

Um kompetenten Nachwuchs müssen sich die Friedewalder Wehren kaum sorgen, denn 17 Mitglieder der Bambini-Gruppe „Löschgänse“ absolvierten das Tatzenabzeichen der Kinderfeuerwehr mit Erfolg. In den Stufen eins bis vier lernten die Kinder wie starke Feuerwehrknoten gebunden werden und wie ein rettender Notruf richtig abgesetzt wird. Den Einsatz der Bambinis würdigte der Kreisfachbereichsleiter für die Arbeit mit Kindern, Stefan Müller, mit Urkunden und Anstecknadeln. (kh)

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