Haushalt einstimmig beschlossen

Friedewald verschwendet kein Geld für Gix-Gax

+
Belebter Ortsmittelpunkt: Für Veranstaltungen wie den Feierabendmarkt soll auf dem Dorfplatz in Friedewald eine Toilettenanlage gebaut werden. Im Haushalt, den das Gemeindeparlament einstimmig beschlossen hat, sind dafür 30 000 Euro eingeplant.

Friedewald – Einstimmig haben die Gemeindevertreter von Friedewald  den Haushalt für 2019 sowie die Fortschreibung des Investitionsprogramms bis 2022 beschlossen.

Das Zahlenwerk, das Bürgermeister Dirk Noll im Dezember vorgestellt hatte, weist im Ergebnishaushalt einen Überschuss von 600 Euro aus. Der Finanzhaushalt schließt mit einem Fehlbetrag von 37 800 Euro ab (unsere Zeitung berichtete).

Gleich in mehrfacher Hinsicht handele es sich um einen Rekordhaushalt für die Gemeinde, unterstrich Bernd Iffland (SPD) und verwies auf die Investitionssumme von 1,2 Millionen Euro für Umbau und Sanierung der Festhalle. Nach den Dorfgemeinschaftshäusern in den Ortsteilen sei nun das Veranstaltungszentrum des Kernorts an der Reihe, verdeutlichte er: „Den Kredit von 900 000 Euro müssten wir sonst nicht aufnehmen“.

Weitere wichtige Projekte seien die Krippenerweiterung, die Sanierung von Hochbehälter und Schelbäumer Weg, der Bau einer Toilettenanlage für den Dorfplatz und die Gestaltung des Parkplatzes am geplanten Gesundheitszentrum.

Rekord bei Personalkosten

Einen Rekord stellten auch die Personalkosten von 1,7 Millionen Euro dar, die unter anderem auf gesetzliche Vorgaben bei der Kinderbetreuung sowie die notwendige Aufstockung des Bauhofpersonals zurückzuführen seien. Den Zuschuss von rund 5000 Euro pro Kind und Jahr leiste sich die Gemeinde gerne, unterstrich Iffland. Dem Schuldenstand von voraussichtlich 10,2 Millionen Euro zum Jahresende stünden wichtige Investitionen gegenüber. „Wir haben das Geld nicht für Gix-Gax ausgegeben“, untermauerte der Redner der Sozialdemokraten. Langfristig gelte es, von Schulden herunterzukommen.

Diesen Ausführungen pflichtete auch Uwe Hoche (Offene Liste) bei: „Kein Fortschritt ohne Investitionen. Und gutes Personal muss uns gutes Geld wert sein“, betonte er.

VON JAN-CHRISTOPH EISENBERG

Kommentare