Kinder ab drei Jahren zahlen nichts mehr

Friedewald schafft die Kita-Gebühren ab

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Sitzung der Friedewalder Gemeindevertretung im DGH Hillartshausen: In der Bildmitte Bürgermeister Dirk Noll, links daneben die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Birgit Licht.

Friedewald. Wie viele andere Gemeinden hat jetzt auch Friedewald beschlossen, die Kita-Gebühren für über drei-jährige Kinder abzuschaffen. Möglich macht das ein Programm der Landesregierung.

Ab dem 1. August wird es für alle Friedewalder Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zur Einschulung eine kostenlose Betreuung in der Kindertagesstätte Friedewald geben. Die Gebühr für die Kinderkrippe (U3) liegt unverändert bei 180 Euro pro Monat. Dies haben die Friedewalder Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Mittwochabend im DGH Hillartshausen einstimmig beschlossen.

Bislang kostete die ganztägige Betreuung im Kindergarten Friedewald monatlich 140 Euro. Möglich wurde diese Entlastung junger Familien durch ein Programm der hessischen Landesregierung, das die Freistellung vom Elternbeitrag für bis zu sechsstündige Betreuungszeiten im Kindergartenalter (ab 3 Jahre) vorsieht.

Den Kommunen wird dazu eine monatliche Pauschale in Höhe von 135,60 Euro pro Kind zugewiesen. Allerdings ist, wie Bürgermeister Dirk Noll betont, der Bereich der Kinderkrippe (Kinder unter 3 Jahren) hiervon komplett ausgenommen.

Die Neuregelung berge jedoch laut Noll das Risiko, dass Eltern, deren Kind bislang halbtags angemeldet war, auf die jetzt kostenlose Ganztagsbetreuung umschwenken könnten. Dies würde einen höheren Personalschlüssel und somit höhere Personalkosten nach sich ziehen. Für den Fall, dass sich eine erhebliche Verschiebung hin zur Ganztagsbetreuung abzeichnen sollte, kündigte Noll eine erneute Anpassung der Gebührenordnung an.

Einstimmig ebneten die Gemeindeverteter den Weg zu einer weiteren interkommunalen Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Gemeinden Niederaula und Wildeck soll ein Fachbüro mit der Bestandsaufnahme der Verkehrswege-Infrastruktur beauftragt werden. Die gewonnenen Daten – Straßenzustand, Beleuchtung, Hydranten – sollen in ein Geographisches Informationssystem (GIS) eingepflegt und der jeweiligen Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Daraus lassen sich dann Prioritätenlisten und belastbare Kostenansätze für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen ableiten.

Seitens des Landes wurde den drei Kommunen eine Förderung in Höhe von insgesamt 36 000 Euro in Aussicht gestellt. Der Beschluss wurde vorbehaltlich der endgültigen Fördergeldzusage gefasst.

Ebenfalls einstimmig wurde der Ankauf eines Grundstücks in der Ortsmitte beschlossen. Das rund 350 Quadratmeter große Areal wird im Zusammenhang mit dem geplanten Gesundheitszentrum für Park- und Stellflächen benötigt. Auch eine Änderung der Vereinbarung über Bodenbevorratungsmaßnahmen mit der Hesseischen Landgesellschaft (HLG) zur Erweiterung des Gewerbegebiets West fand die einhellige Zustimmung der Gemeindevertreter.

Abschließend wies Bürgermeister Noll noch auf den Start des Musiksommers am 1. Juli um 15 Uhr mit den Kathuser Wilddieben in der Wasserburgruine hin. Am 19. August findet das Gewerbegebietsfest statt, bei dem diesmal neben weiteren Attraktionen auch Hubschrauberrundflüge angeboten werden.

Von Thomas Landsiedel

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