Investor aus Bayern

Friedewald plant Solarpark an der A4

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Neben Wind- bald auch Sonnenkraft: Auf der Fläche links neben der A 4 möchte die Firma Anumar einen Solarpark errichten. Rechts ist die derzeit gesperrte Abfahrt Friedewald in östlicher Fahrtrichtung zu sehen, hinter der Baumgruppe in der Bildmitte verläuft die Auf- und Abfahrtsschleife für den Verkehr in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Das vollständige Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuz oben rechts klicken. 

Die Firma Anumar aus dem bayerischen Ingolstadt möchte an der Autobahn bei Friedewald einen Solarpark errichten.

Die dafür notwendige Bauleitplanung hat die Gemeindevertretung am Mittwoch während ihrer Sitzung im Rathaus mit einem einstimmig gefassten Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplans angestoßen. Die Pläne hatte Anumar-Geschäftsführer Andreas Klier bereits am Montagabend während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. 

Das im Jahr 2010 gegründete Unternehmen hat in Friedewald eine rund 1,6 Hektar große landwirtschaftliche Fläche gepachtet. Diese befindet sich nordwestlich des Kernorts zwischen Autobahn und Windrädern und grenzt an die Auf- und Abfahrtsschleife zur A4 in Fahrtrichtung Westen an.

Die rund 2600 Solarmodule sollen auf sogenannten aufgeständerten, maximal 2,9 Meter hohen Modultischen montiert werden. Daneben sollen auf dem Gelände auch Technikgebäude für Wechselrichter und Trafostation entstehen. Aus versicherungsrechtlichen Gründen soll das Areal eingezäunt werden. Weiterhin muss eine Kabeltrasse gebaut werden, über die der erzeugte Strom ins Netz eingespeist wird. Wo sich dieser Einspeisepunkt befinden wird, steht noch nicht fest.

Spitzenleistung von 750 Kilowatt peak 

Der geplante Solarpark soll eine Spitzenleistung von 750 Kilowatt peak (kWp) haben. Mit dem dort erzeugten Strom könnten laut Investor rein rechnerisch 200 Haushalte versorgt werden. Das Gelände ist mehr als 900 Meter von den ersten Häusern entfernt, sodass laut Anumar und Gemeinde nicht mit einer Beeinträchtigung der Einwohner – etwa durch die Blendwirkung des von den Modulen reflektierten Sonnenlichts – zu rechnen ist. 

Zudem soll die Anlage durch Hecken und Ausgleichsflächen eingefasst werden. Neben der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans solle die weitere Bauleitplanung über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan abgewickelt werden, erklärte Bürgermeister Dirk Noll (SPD). Einzelheiten würden dabei in einem städtebaulichen Vertrag geregelt, mit dem sich das Gemeindeparlament in einer der nächsten Sitzungen befassen soll. 

Rathauschef steht den Plänen positiv gegenüber

Der Rathauschef steht den Plänen grundsätzlich positiv gegenüber: Der „Ein Solarpark ist uns lieber als noch mehr Windräder“. Zustimmend äußerte sich auch Frank Mindum zu dem Projekt: „Durch den Solarpark haben wir keine Nachteile und es gibt sogar noch einen Schnaps Gewerbesteuer für die Gemeindekasse“.

Rund 200.000 Euro sollen nach Angaben des Unternehmens während der 30-jährigen Laufzeit an die Kommune fließen. Insgesamt rechnet Anumar mit Aufträgen im Wert von 500 000 Euro, die vornehmlich an regionale Firmen vergeben werden sollen. Wann mit dem Bau des Solarparks begonnen wird, steht noch nicht fest – das Genehmigungsverfahren wird nach Einschätzung des Investors etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. 

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