Fachhandel und Freizeitspaß

Friedewalder Gemeindeparlament treibt Planungen für Fahrrad-Großprojekte voran

Zwei Großprojekte, mit denen sich das Fridewalder Gemeindeparlament am Mittwoch befasste, könnten die Gemeinde künftig zum Anziehungspunkt für Radsportler machen.

Friedewald – Im Zeichen des Fahrrades stand am Mittwochabend die Sitzung der Friedewalder Gemeindevertretung im Dorfgemeinschaftshaus Hillartshausen: Zwei Großprojekte, denen mehrere an diesem Abend einstimmig gefasste Beschlüsse den Weg ebnen sollen, könnten die Dreienberggemeinde künftig zum Anziehungspunkt für Radsportler machen.

So möchte Investor Carsten Roppel, der eine Erdarbeiten- und Baustoffrecyclingfirma mit Steinbruch betreibt, auf der ehemaligen Bodendeponie „Auf"m Wolfsstall“ unter dem Titel „Bike-Fun- und Natur-Dorado“ ein Freizeitgelände für verschiedene Outdoor-Sportaten schaffen (unsere Zeitung berichtete). Geplant sind neun verschiedene Mountainbike-Rundkurse unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, darunter zwei spezielle E-Bike-Strecken.

Um die Abfahrten entsprechend modellieren zu können, soll der höchste Punkt des ehemaligen Deponiegeländes hinter der Friedewalder Tennisanlage von aktuell 394 auf 410 Meter aufgeschüttet werde, erklärte Christoph Henke vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Witzenhausen, welches die planungsrechtlichen Verfahren abwickelt.

Die Bauleitplanung für das Projekt hatten die Gemeindegremien bereits im Februar 2016 auf den Weg gebracht. Die lange Verzögerung erklärte Henke mit der Suche nach Kompensationsflächen: Die für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehenen Bereiche des Steinbruchs „Köhlersholz“ in Richtung Motzfeld unterlägen noch dem Bergrecht und müssten mittels Abschlussbetriebsplan erst aus diesem entlassen werden.

Mit der am Mittwoch vom Gemeindeparlament nach der öffentlichen Auslegung der Pläne eingegangenen Stellungnahmen von Behörden, Verbänden und Infrastrukturbetreibern nimmt der Biketrail-Park nun die nächste planungsrechtliche Hürde. Bürgermeister Dirk Noll geht davon aus, dass das Gemeindeparlament nach der erneuten Offenlage die finalen planungsrechtlichen Beschlüsse im Dezember oder Januar fassen kann. Für den geänderten Flächennutzungsplan muss dann noch das Regierungspräsidium Kassel grünes Licht geben.

Einen Schritt weiter ist die Gemeinde auch bei der Ansiedlung eines Fahrradhandels, den die neu gegründete Firma Bike-Store Friedewald am Autobahnzubringer hinter dem Norma-Markt eröffnen will. Das dafür benötigte, rund 7250 Quadratmeter große Grundstück verkauft die Gemeinde auf Beschluss des Parlaments zum Pauschalpreis von 220 000 Euro an die Firma Wiemer aus Eiterfeld, die die 975 Quadratmeter große Halle mit Ausstellungsfläche, Werkstatt, Büro und Lager bauen und an den Zweiradhandel vermieten wird.

Der bislang namenlose Zufahrtsweg zum Bauplatz des Fachgeschäfts heißt künftig „Im Rötchen“. Bei dieser Namenswahl orientierten sich die Gemeindevertreter, wie in Friedewald üblich, an der Flurbezeichnung. (Jan-Christoph Eisenberg)

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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