Zwischen Kathus und Friedewald

Biotop für den Schwarzstorch: Hessen-Forst renaturiert verlandete Feuerlöschteiche

Schlammige Angelegenheit: Tausende Tonnen Schlamm werden bei der Renaturierung der Feuerlöschteiche am Breitzbach ausgebaggert.
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Schlammige Angelegenheit: Tausende Tonnen Schlamm werden bei der Renaturierung der Feuerlöschteiche am Breitzbach ausgebaggert.

Damit der Schwarzstorch wieder erfolgreich auf Nahrungssuche gehen kann, bringt das Forstamt Bad Hersfeld zwei verlandete Teiche wieder in Schuss.

Kathus/Friedewald- Um auch gegen Waldbrände gewappnet zu sein, werden außerdem Löschwasserentnahmestellen für die Feuerwehr eingerichtet. Ziel dieser schlammigen Angelegenheit ist es, den Lebensraum dieser seltenen Vogelart zu verbessern. Schließlich hofft das Forstamt auch im nächsten Frühjahr wieder auf Nachwuchs bei seinen Paten, den Schwarzstörchen.

Andererseits sollen die Teiche im Ernstfall der Feuerwehr als Löschwasserentnahmemöglichkeit dienen. Deshalb wurden die tiefsten Stellen der Teiche in Nähe des Weges angelegt.

Die Schwarzstörche sollen an den Teichen künftig wieder auf Nahrungssuche gehen.

„So schlägt diese umfangreiche Maßnahme gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: der Lebensraum des Schwarzstorches wird aufgewertet und gleichzeitig vorsorglicher Waldbrandschutz betrieben“, erklärt Philip Kirchlechner, Betriebsassistent im Forstamt Bad Hersfeld. Baggerschaufel um Baggerschaufel wurden die beiden inzwischen teilweise vollständig verlandeten Teiche von der bis zu zwei Meter dicken Schlammschicht wieder freigelegt. „Knapp 3 000 Tonnen schlammiges Material müssen dazu bewegt und abtransportiert werden“, schätzt Kirchlechner. Bei der Renaturierung sollen die Teiche so umgestaltet werden, dass der Schwarzstorch in den flach auslaufenden Uferbereichen gut auf Nahrungssuche gehen kann und trotzdem die Feuerwehr genug Wasser zum Löschen vorfindet.

Philip Kirchlechner freut sich, dass der Schwarzstorch bald wieder nasse – und er trockene Füße hat.  red/jce

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