Entsorgungsengpass bei salzhaltigen Abwässern: 1150 Mitarbeiter betroffen

Zu wenig Wasser in der Werra: K+S stoppt Produktion auch am Standort Hattorf

Philippsthal. Aufgrund des anhaltend niedrigen Wasserstandes der Werra unterbricht der Düngemittelhersteller K+S ab dem heutigen Dienstag auch am Standort Hattorf die Produktion. 

Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Aufgrund der anhaltenden, extremen Trockenheit verharre die Wasserführung des Flusses unverändert auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau. Deshalb stehe dieser Entsorgungsweg für salzhaltige Abwässer nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung. 

Aus diesem Grund hatte K+S  am 27. August bereits den Standort Wintershall heruntergefahren. Der Standort Unterbreizbach könne nach nach derzeitiger Prognose weiter produzieren.

"K+S unternimmt weiterhin alle Anstrengungen, um die Produktion am Werk Werra so schnell wie möglich wieder zu steigern", heißt es in der Pressemitteilung. Zusätzliche Maßnahmen, wie eine Erhöhung der per Bahn abtransportierten  Salzabwassermenge, seien bereits getroffen worden. Weitere Optionen zur Salzwasserentsorgung würden geprüft. 

Von der Produktionsunterbrechung sind nach Unternehmensangaben rund 1150 Mitarbeiter betroffen. Ob Kurzarbeit in Anspruch genommen werden kann, steht nach Auskunft von Unternehmenssprecher Michael Wudonig noch nicht fest. Derzeit werde der Ausfall über Arbeitszeitkonten und Urlaubsregelungen abgefangen. Zusätzlich prüfe das Unternehmen, ob betroffene Mitarbeiter vorübergehend im Schwesterwerk Neuhof eingesetzt werden können, erklärte Wudonig. 

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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