Auf ein Wort: Schäferhund-Freund Georg Jacob trainiert seinen Vierpföter im Alheimer Verein

Ein gutes Team: Georg Jacob und sein Hund Ludwig vom Goldstaub. Foto: Meyer

Rotenburg / Heinebach. Georg Jacob ist verrückt nach Schäferhunden. So sehr, dass er selbst seinen ungestümen Ludwig mühevoll zu einem gehorsamen Begleiter erzogen hat.

Ludwig vom Goldstaub ist ein kraftstrotzendes Tier, das heftig an der Lederleine zerrt, die Georg Jacob hält. Und doch weiß der deutsche Schäferhund zu gehorchen, sobald der 84-jährige Mann an seiner Seite einen Befehl erteilt: zum Beispiel Platz, Sitz, Fuß, Hopp oder Bring. Der Rotenburger Georg Jacob ist trotz seines hohen Alters aktiv im Hundesport - und auch erfolgreich.

Den ersten deutschen Schäferhund sah Georg Jacob 1943 im Rotenburger Schlosspark. Deutsche Soldaten, die zur Bewachung gefangener ausländischer Offiziere in Rotenburg waren, übten dort mit ihren Hunden. Jacob war begeistert von den Tieren, vor allem von ihrem Gehorsam. 1948 kaufte er einen eigenen Hund. Er hieß „Persie von der Universität“ und kostete 100 Mark.

Auf Persie folgten ein Pudel, ein Dackel, ein Windhund, bevor Jacob in den 1980er-Jahren wieder auf den Schäferhund kam und sich der Ortsgruppe Alheim des Vereins für deutsche Schäferhunde anschloss. Hans-Jürgen Hofmann war dort der Vorsitzende. Er zeigte Jacob viele Kniffs im Umgang mit dem Hund.

Idor, Unkas, Falto und Chacko hießen seither Jacobs Schäferhunde. Bis heute geht er mit Ludwig zweimal wöchentlich auf die Übungsplätze in Heinebach und Soisdorf, lässt den Rüden dort apportieren oder auf Fährtensuche gehen, trainiert Disziplinen wie Unterordnung oder die Personensuche.

Jacob hat alle Sportabzeichen für Hundeführer erlangt. Gerade erst hat sein Ludwig die Schutzhundprüfung drei abgelegt - mit dem Ergebnis sehr gut.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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