Region soll von Ideen gegen Abwanderung profitieren

Die Wirtschaft flott machen: Nordhessen machten sich in Frankreich schlau

Von französischen Beispielen lernen: Die Stiftung Adam von Trott und der Förderverein Solidarische Ökonomie wollten wissen, wie man in Frankreich die Abwanderung stoppt.

Imshausen. Wie ist es Regionen in Frankreich gelungen, Abwanderung zu stoppen, die regionale Wirtschaft anzukurbeln und nachhaltige Entwicklung zu fördern? Das war eine der Fragen, auf die 16 Personen aus der Region Nordhessen aber auch aus Berlin und Wien in Frankreich eine Antwort suchten.

Von den Ideen aus Frankreich soll nun auch unsere Region profiitieren. Die Reise wurde von der Stiftung Adam von Trott, Imshausen, und dem Verein zur Förderung der Solidarischen Ökonomie angeboten und vom Land Hessen gefördert. Nun wollen beide auf einer Auswertungskonferenz im Juni in Imshausen Strategien für die Region mit weiteren Akteuren aus Nordhessen erarbeiten.

In Frankreich gibt es seit 2014 ein Gesetz zur Förderung der solidarischen Ökonomie, also von Genossenschaften, Vereinen und Kooperativen. Die Initiativen, die die Reisegruppe besuchte, waren sehr unterschiedlich: „Ardelaine“ etwa ist eine Genossenschaft, die in der Region Ardèche die Wollproduktion wiederbelebt hat, heute 56 Arbeitnehmer zählt und alle Produktionsschritte hin zu einer fertigen Matratze oder einem modischen Pullover selbst vollzieht. Die Gruppe besichtigte auch eine landwirtschaftliche Genossenschaft sowie ein Projekt, bei dem ein ganzes historisches Dorf wieder aufgebaut hat.

Viel lernen für unsere Region

„Wir können für unsere Region hier viel lernen und uns anregen lassen, besonders auch vom Mut und Durchhaltevermögen der französischen Partner“, bilanziert Sarah Reinke, Projektleiterin der Stiftung Adam von Trott die Reise. Die Form der solidarischen Ökonomie ermögliche eine ganz andere Teilhabe und Gestaltung der eigenen Arbeit und damit der Gesellschaft. Es gebe in Nordhessen viele Menschen und Initiativen, die an den unterschiedlichsten Orten und Stellen Verantwortung für die Region übernehmen. Auf der Bildungsreise konnten sie sich nun auch vernetzen und sind gestärkt worden. (red/ank)

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Bebra
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